Start von „Zukunft Pflanzenbau“

Sichere Lebensmittel und naturnaher Pflanzenschutz stehen im Fokus

Die Landwirtschaft in Europa und in Österreich steht an einer Weggabelung. Das hat die Debatte um den Einsatz der Neonicotinoide im letzten Jahr sehr deutlich gezeigt. Österreich war seit jeher Vorreiter für eine umweltgerechte, produzierende Landwirtschaft. Bundesminister Rupprechter will diesen Weg konsequent weiterentwickeln und startet zur Unterstützung der produzierenden Landwirtschaft den Strategieprozess „Zukunft Pflanzenbau“. „Auch im Pflanzenbau brauchen wir einen zeitgemäßen Ansatz, der die Sicherheit für Bauern, Konsumenten und Umwelt gleichermaßen garantiert“, bekräftigt Rupprechter.

Ziel des Prozesses ist den Bauern durch moderne Produktionsmethoden Möglichkeiten zu geben, auch weiterhin qualitativ hochwertige Lebensmittel zu produzieren und damit wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Gleichzeitig geht es darum die Wünsche und Interessen der Konsumenten zu respektieren. „Der Kunde ist König. Sie sind unsere Verbündeten, und wir können nicht gegen ihre Interessen arbeiten. Letztlich entscheidet vor allem der Konsument darüber, welche Form der Landwirtschaft er will. Diesen Dialog müssen wir führen, um den österreichischen Bauern auch langfristig eine Perspektive zu bieten“, so Bundesminister Rupprechter.

Bauern, Wirtschaft, Konsumenten und deren Vertreter, Wissenschaft und NGOs sollen an Bord geholt werden. Dabei will Minister Rupprechter nicht nur das Thema Pflanzenschutzmittel behandelt wissen, sondern auch Pflanzenhygiene (Vermeidung von Schadorganismen), Fruchtfolge, Sortenwechsel und andere Faktoren. Der Strategieprozess soll auch Schädlingsbekämpfungsmittel in privaten Bereich behandeln „Wir müssen den Pflanzenbau in seiner Gesamtheit betrachten“, so Rupprechter. Als Leiter des Strategieprozesses hat Bundesminister Rupprechter den niederösterreichischen Nationalratsabgeordneten Johannes Schmuckenschlager ernannt, der ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet ist. Auch bei Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln sieht Minister Rupprechter Handlungsbedarf. Reguläre Zulassungen geben Bauern langfristig Sicherheit. „Hier ist vor allem die Forschung gefordert, die rasch marktfähige, innovative Produkte entwickeln muss. Unsere Bauern brauchen auch in dieser wichtigen Frage Planungssicherheit“, erklärt Rupprechter.

 

Foto: Fotolia.com checker

 

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