Tendenz steigend

Die Steiermark ist das Bundesland mit den meisten schafhaltenden Betrieben. Der Verband spielt dabei eine wichtige Rolle.

Die Entwicklung der steirischen Schaf- und Ziegenhaltung ist sehr positiv. So steigt sowohl die Anzahl der Schafbetriebe (derzeit etwa 3.376), als auch der dort gehaltenen Tiere (derzeit etwa 84.000). Während Anfang der 1970er Jahre der Bestand auf etwa 16.000 gesunken war, ist die Steiermark heute wieder österreichweit führend.

Partner

Das wichtigste Bindeglied zwischen Produzenten und Konsumenten ist der Steirische Schaf- und Ziegenzuchtverband. Er übernimmt die Vermarktung von schlachtreifen Tieren und sichert durch ein großes Netzwerk an Abnehmern das Einkommen vieler Betriebe. So konnten 2017 steiermarkweit etwa 17.000 Schafe verkauft werden. Der Verband wird als Genossenschaft geführt, hat derzeit rund 1.340 Mitglieder und widmet sich außerdem intensiv der Schafzucht. Gemeinsam mit etwa 350 sogenannten Herdbuchzuchtbetrieben, werden Zuchtziele festgelegt und überprüft. Obmann Bernhard Tasotti ist begeisterter Züchter der Texelschafe, einer typischen Fleischrasse. Er hält etwa 40 Muttertiere und schon so einige begehrte Zuchtböcke entstammten seinem Stall.

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Obmann Bernhard Tasotti ist begeisterter Texelzüchter und hält etwa 40 Muttertiere. (Foto: Steirischer Schaf- und Ziegenzuchtverband)

Obmann Bernhard Tasotti ist begeisterter Texelzüchter und hält etwa 40 Muttertiere. (Foto: Steirischer Schaf- und Ziegenzuchtverband)

Genuss

In Öblarn im Ennstal betreibt der Schaf- und Ziegenzuchtverband außerdem das sogenannte „Schafbauernzentrum“, einen Viehhandelsstall mit angeschlossenem Büro. Dort werden unter der Genuss-Region „Ennstal-Lamm“ – wo natürliche Bergwiesen, Almen und Weiden das Landschaftsbild prägen – die regional erzeugten Lämmer vermarktet. Auch die ökologische Produktion steht dort an der Tagesordnung. 2017 wurden insgesamt mehr als 1000 Bio-Lämmer über den REWE-Konzern verkauft.

Trotz all der positiven Trends ist die Steirischen Schaf- und Ziegenwirtschaft sehr kleinstrukturiert. Von den 3.376 Schafbauern haben rund 1.500 Betriebe weniger als zehn Schafe – über 50 Schafe halten nur rund 400 Landwirte. Im Ziegenbereich ist die Struktur noch kleiner – vor allem begründet durch den Umstand, dass es in der Steiermark noch keine Molkereien gibt, die Ziegenmilch weiterverarbeiten. Sehr gut entwickelt hat sich hingegen die Zucht der vom Aussterben bedrohten Rasse „Steirische Scheckenziege“.

Beitragsbild: Steirischer Schaf- und Ziegenzuchtverband Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

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