Sicherheit kommt nicht von allein

von Karl Brodschneider

Die SVB vergibt Sicherheitsplaketten für Bauernhöfe, auf denen ganz bewusst Maßnahmen gegen mögliche Unfälle gesetzt werden.

Die Serie an tragischen Arbeitsunfällen auf steirischen Bauernhöfen reißt nicht ab. Dieser Tage starb ein junger Obersteirer bei der Forstarbeit, als er von einem Wurzelstock mitgerissen wurde. Er ist bereits der fünfte Tote, den es seit Jahresbeginn in den steirischen Wäldern zu beklagen gab. Tragisch war auch der Tod eines Weststeirers, der in der Vorwoche in die Güllegrube fiel und erstickte.

Jeder tödlich Verunglückte und jeder Schwerverletzte hinterlassen in ihren Familien großes Leid. Manchmal steht auch die Zukunft des Betriebes am Spiel.

Nicht jeder Arbeitsunfall lässt sich verhindern. Aber viele Unglücksfälle hätten vermieden werden können, wenn bestimmte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten worden wären. Wie die aussehen können, wissen die Fachleute der Sozialversicherungsanstalt der Bauern. Sie führen auf Wunsch die sicherheitstechnische Überprüfung des Arbeitsplatzes Bauernhof durch.

Von Eichkögl bis Seckau

Seit 43 Jahren gibt es bereits dieses Angebot. Und wenn ein Bauernhof die Auflagen erfüllt, bekommt er sein Zeugnis in Form der Sicherheitsplakette (siehe Broschüre der SVB). In der HLA Eggenberg kam es kürzlich zur Verleihung der Sicherheitsplaketten.  Die Ausgezeichneten sind Andrea und Ewald Dokter aus der Marktgemeinde Hitzendorf, Birgit und Franz Eder aus Mariazell, Petra und Christian Franz aus Techensdorf, Jasmin Jerney und Friedrich Grundnig aus Eichkögl, Andrea und Michael Gschaidbauer aus Fladnitz an der Teichalm, Elisabeth und Oswald Heuberger aus Hohenau an der Raab, Hermann und Irmgard Madl aus Seckau sowie die Familien Hoffelner aus Aichdorf, Krenn aus Rettenbach, Lanz aus Bretstein, Peintinger aus Brandstatt, Rauch aus Perbersdorf bei St. Peter am Ottersbach sowie Schwarz aus Schäffern. Auch die Land- und forstwirtschaftliche Fachschule wurde mit der Plakette ausgezeichnet.

Schon über 700 Betriebe

Die Überreichung der begehrten „Sicherheitszeugnisse“ – bis dato wurden insgesamt 714 landwirtschaftliche Betriebe damit bedacht (eine Rekordteilnehmerzahl gab es vor fünf Jahren) – nahmen Landesrat Hans Seitinger, LK-Vizepräsidentin Maria Pein, Landesbäuerin Auguste Maier sowie Paul Tschuffer und Matthias Kranz von der Sozialversicherungsanstalt der Bauern vor. Auch Wolfgang Seidl von der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft nahm am Festakt teil.

Für Landwirte ist eine Betriebsberatung zur Erlangung der Sicherheitsplakette auf jeden Fall ein Gewinn an mehr Sicherheit und somit an mehr Lebensqualität. Der Beratung müssen aber Taten folgen, in dem man Absturzsicherungen anbringt, persönliche Schutzausrüstung verwendet sowie die Maschinen verkehrssicher macht. Das Wissen allein, was man alles tun sollte, ist leider zu wenig.

 

Beitragsbild: Brodschneider

 

 

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