Sicherer Schulweg

von NEUES LAND

Der tägliche Schulweg unterstützt Kinder in ihrer Kompetenz im Straßenverkehr, birgt aber auch Gefahren. Tipps für mehr Sicherheit.

„Der Schulweg ist für Kinder die Chance, in einem gesicherten Umfeld Kompetenz im richtigen Verhalten im Straßenverkehr zu erlangen“, betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Er sollte gemeinsam mit dem Kind geübt werden. Und das nicht nur zu Schulbeginn, sondern immer wieder. Dafür gilt es in jedem Fall ausreichend Zeit einzuplanen, denn Stress erhöht die Unfallgefahr. Auch durch Ablenkungen wie das Handy steigt das Unfallrisiko im Straßenverkehr gravierend an. Am besten sollte auf Pokémonjagd, Telefonieren und Whatsappen ganz verzichtet werden. Auch Musikhören sollte tabu sein, „Kopfhörer gehören in die Schultasche, damit die Ohren für Verkehrsgeräusche frei sind“, betont man beim Verein „Große schützen Kleine“.

Die größte Verantwortung liegt bei den Erwachsenen: Wer selbst ein Auto lenkt, sollte zum Schutz von Kindern darauf verzichten, das Handy oder Navi zu bedienen oder heruntergefallene Gegenstände aufzuheben. Kinder sind generell vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen und verdienen deshalb besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht. Das für die Verkehrssicherheit so wichtige, vorhersehende Gefahrenbewusstsein ist erst mit elf Jahren voll ausgebildet.

Tipps für mehr Sicherheit

„Wenn das Kind zu Fuß geht, sollte ein Schulweg gewählt werden, den das Kind sicher bewältigen kann, rät man beim Verein „Große schützen Kleine“. Dafür sind gegebenenfalls auch Umwege in Kauf zu nehmen. Eltern müssen dem Kind zeigen, dass es an Ampeln auch auf abbiegende Fahrzeuge achten muss und vor Zebrastreifen erst losgehen darf, wenn alle Fahrzeuge stehen. Eine gute Möglichkeit ist die Gründung einer sogenannten „Pedibus-Gruppe“: Hier gehen mehrere Kinder, von einer Aufsichtsperson begleitet, gemeinsam zu Fuß zur Schule. Mit dem Fahrrad darf das Kind erst mit zwölf Jahren – nach der Fahrradprüfung bereits mit zehn Jahren – alleine zur Schule fahren. Die Helmpflicht gilt bis zu einem Alter von zwölf Jahren.

Elterntaxi

Durch regelmäßige „Hol- und Bringdienste“ und das damit verstärkte Verkehrsaufkommen direkt vor der Schule werden Kinder, die zu Fuß unterwegs sind, wesentlich stärker gefährdet. Kinder profitieren mehrfach davon, den Schulweg zu Fuß zurückzulegen. Nicht nur deren Sicherheit sich im Straßenverkehr zu bewegen wird gefördert, sondern auch positive Auswirkungen auf die Bewegungsfreude, soziale Beziehungen und die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht sind zu beobachten.

Beitragsbild: photophonie-stock.adobe.com

 

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