Die besten Pflüger

von Karl Brodschneider

Die Landjugend Steiermark veranstaltete in St. Georgen an der Stiefing das Landespflügen.

Nach der kurzfristigen Absage am Freitag durch ungünstige Wetterverhältnisse konnte am Samstag das Pflügen dann doch in der Nähe der ursprünglichen Wettbewerbsfläche durchgeführt werden. Organisatorische Höchstleistung bewiesen dabei die Ortsgruppe St. Georgen an der Stiefing und die Pflüger selbst. Möglich gemacht hatte das alles Heinrich Hackl, der seine abgeernteten Äcker im letzten Moment für den Bewerb bereitgestellt hatte.

Trotz der verkürzten Trainingsmöglichkeit sicherte sich Andreas Haberler aus dem Landjugend-Bezirk Hartberg in der Klasse „Drehpflug Standard“ bei seiner zweiten Teilnahme an einem Landesentscheid den Sieg. Der Hartberger bewies eindrucksvoll, wie gut er mit dem Traktor und Pflug umgehen kann und verwies Johannes Haring (LJ-Bezirk Leibnitz) auf den zweiten Platz. Der erst 16-jährige Hatzendorfer Josef Bauer (LJ-Bezirk Feldbach) zeigte ganz groß auf und sicherte sich bei seiner ersten Teilnahme den bravourösen dritten Platz.

In der Klasse „Drehpflug Spezial“ durfte Franz-Michael Bäck (LJ-Bezirk Leibnitz) den dritten Landessieg in Folge feiern. Er gewann mit 112 Punkten und mehr als 20 Punkten Vorsprung vor seinem Bruder Christian Bäck (Leibnitz).
Auch heuer gab es mit Maximilian Mitteregger von der LJ Lang-Lebring (Leibnitz) wieder einen Beetpflüger. Mit einer sauberen Leistung gewann er die dritte Goldmedaille in Folge und darf sich beim Bundesentscheid im nächsten Jahr mit den starken Teilnehmern der anderen Bundesländer messen.

Die glücklichen Gewinner: (v.l.) Johannes Haring, Franz-Michael Bäck, Maximilian Mitteregger, Christian Bäck und Andreas Haberler

 

Auf nach Meiselding

Der Bundesentscheid Pflügen findet von 23. bis 25. August 2019 in Meiselding in Kärnten statt. Die besten 30 Pflüger messen sich dabei um die Bundessiege und das Ticket zur Weltmeisterschaft. Aus dem Vorjahr haben sich Franz-Michael Bäck (Leibnitz), Christian Bäck (Leibnitz), Patrick Spitzer (Hartberg), Andreas Haberler (Hartberg) und Maximilian Mitteregger (Leibnitz) qualifiziert und gehen damit heuer für die Steiermark an den Start. 

Unter den vielen Zusehern war auch Kammerobmann Gerald Holler.

Beim Wettbewerbspflügen gilt es, eine zugeloste Ackerparzelle in einer vorgegebenen Rahmenzeit möglichst sauber und gleichmäßig umzupflügen. Wichtige Bewertungskriterien sind die Gleichmäßigkeit und Geradheit der Furchen sowie die technisch korrekte Ausführung der Pflugarbeit. Gestartet wird in drei Klassen, der Drehpflugklasse (Standard und Spezial) und dem Beetpflügen. Millimeterarbeit, oberste Genauigkeit und volle Konzentration – das ist das Grundvokabular, das jeder Pflüger beherrschen muss; heuer waren insgesamt 13 Burschen am Start. Pflügen wurde in den letzten Jahren zu einem Hightech-Wettbewerb. Wer einmal dabei war bei einem Pflügerwochenende, den lässt die Faszination „gerader Furchen“, „gleichmäßiger Pflugbeete“, „millimetergenauer Geräteeinstellungen“ und vieles mehr nicht mehr los.

 

Beitragsfoto: Landjugend, Brodschneider
 

 

 

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