Das kostbare Lebensmittel

von Karl Brodschneider

Weltmilchtag am 1. Juni: Die heimischen Milchbauern tun sehr viel für das Tierwohl, die Tiergesundheit und eine hohe Produktqualität.

Am 1. Juni wird der Weltmilchtag begangen. Für LK-Präsident Franz Titschenbacher ein Anlass, um in einer Pressekonferenz auf die Situation der heimischen Milchbauern aufmerksam zu machen. „Unsere Milchbauern setzen auf Tierwohl, Tiergesundheit und hochwertige Produktqualität“, sagte Titschenbacher und stellte ebenso wie Landesrat Hans Seitinger klar: „Noch bessere Produktqualität und mehr Tierwohl sind mit zusätzlichen Kosten und Mehraufwand verbunden. Für viele Betriebe ist der Milchpreis nicht ausreichend, um ein entsprechendes Einkommen zu erzielen, das auch die notwendigen Erneuerungen und Investitionen ermöglicht.“

Elisabeth Hörmann aus Oberaich spricht aus eigener Erfahrung. „28 Kühe sind meine Mitarbeiterinnen am Hof. Wir sind sehr bemüht, dass sie alle eine lange Lebensdauer haben und haben uns höhere Standards bei Tierwohl und Fütterung auferlegt“, sagte Hörmann. „Trotz dieser nachhaltigen Bemühungen und Mehrkosten spüren wir vom Handel aber keine Zeichen, diese Höherqualifizierung entsprechend abzugelten.“

Molkereien

Im vorigen Jahr gab es in der Steiermark noch knapp 4230 Molkerei-Lieferanten, deren Anzahl nimmt aber ständig ab. Die Vertreter der drei größten Molkereien – Hans Loibner von der Berglandmilch, Hermann Schachner von der Landgenossenschaft Ennstal/Ennstalmilch und Jakob Karner von der Obersteirischen Molkerei – informierten über die Situation in den heimischen Molkereien. Jakob Karner sagte, dass die Obersteirische Molkerei in den vergangenen Jahren viel in die Käse-Sparte investiert hat. „Mittlerweile gehen 60 Prozent unserer Hart- und Schnittkäse ins Ausland“, erklärte Karner.

Hermann Schachner teilte mit, dass die Ennstalmilch in den vergangenen Jahren kräftig in aseptische Cartocan- und Becheranlagen investiert hat. „Dadurch konnten wir im Vorjahr die Verarbeitungsmenge um fünf Prozent steigern“, sagte Schachner.

Und Hans Loibner kündigte an, dass die Berglandmilch ab Juli einen Tierwohl-Bonus ausbezahlen wird. Weiters sagte er, dass Milchbauern und -bäuerinnen am Weltmilchtag am Grazer Hauptplatz Stainzer Milch an Konsumenten verteilen werden.

 

Beitragsbild: Jakob Karner, Hans Loibner und Hermann Schachner mit ihren erfolgreichen Milchprodukten. LK/Danner

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