Weichberger

Tiroch: Käse-Weg war eine gute Entscheidung!

von Karl Brodschneider

Der Geschäftsführer der Obersteirischen Molkerei, Friedrich Tiroch, ging kürzlich in die Pension und blickt auf seine erfolgreiche Tätigkeit im Unternehmen. Sein Nachfolger ist Michael Riegler.

 

Die Übergabe erfolgte mustergültig. Ökonomierat Friedrich Tiroch war 20 Jahre lang Geschäftsführer der Obersteirischen Molkerei und ging mit Jahresende 2020 „nach 45 Jahren Genossenschaft“ in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist der niederösterreichische Bauernsohn Michael Riegler, der in seiner einjährigen Einarbeitungszeit den Betrieb in all seiner Vielfalt und Stärke kennenlernen konnte.

Tiroch zieht eine erfolgreiche Bilanz. „Mein Bestreben war es, den Betrieb zu erneuern, die Richtung vorzugeben und mit Spezialprogrammen die Produktion abzusichern“, zählt er auf und wird konkret: „Dass wir uns immer mehr auf den Käse ausgerichtet haben, war eine richtige Entscheidung. So konnten wir auch für unsere Bauern eine gute Wertschöpfung erreichen und waren beim Milchpreis immer vorne dabei.“ Die großen internationalen Erfolge wie zum Beispiel die Käse-Weltmeistertitel für den „Erzherzog Johann“ oder den „Steirischen Bergkäse“ bestätigten diesen Weg und wurde auch vom Handel im In- und Ausland (vor allem Deutschland) anerkannt. „All das war nur dank unserer guten Mitarbeiter und durch die hervorragende Milchqualität unserer Bauern möglich“, betont Tiroch.

25 Prozent Biomilch

Aktuell liefern 1375 Betriebe an die Obersteirische Molkerei. Die Milchanlieferungsmenge ist in den letzten 20 Jahren von 121 Millionen Liter auf 176 Millionen Liter Milch gestiegen. Auffallend ist, dass davon 45 Millionen Liter von Biobetrieben kommen. Möglich war das nur durch die gute Partnerschaft mit Hofer und durch das Projekt „Zurück zum Ursprung“. Tiroch merkt an: „Vielleicht war es ein Glück, dass ich den Bio-Pionier Werner Lampert einmal kennengelernt habe.“

Tochterunternehmen

Die Führungsqualitäten von Friedrich Tiroch zeigten sich auch bei den Tochterunternehmen wie der Landforst Lagerhaus KG oder ÖFORST Forsttechnik GmbH. Dazu sagt er: „Solche Unternehmen kann man nur gut leiten, wenn man engagierte Geschäftsführer hat, auf die man sich verlassen kann.“

Auch in einem ganz anderen Bereich war der scheidende OM-Geschäftsführer ganz vorne tätig. Von 1999 bis 2004 war er Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Gaal und zuvor schon neun Jahre Gemeindekassier. „Diese Tätigkeit in der Gemeinde habe ich sehr gern ausgeübt“, gesteht er. Jetzt in der Pension widmet sich der Absolvent der HBLA Raumberg vor allem seiner Familie mit vier Kindern und vier Enkelkindern, der Jagd und dem Rotary Club Oberes Murtal. Und gemeinsam mit seiner Gattin Ingrid will er sich verstärkt mit der Imkerei beschäftigen. „Ich weiß, dass ich dabei wieder viel lernen werde“, sagt Tiroch und freut sich schon darauf.

 

 

Beitragsfoto: AMA Käsekaiser/Fiedlerphoto

 

 

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