Parktherme

Wintersport als Tourismusmagnet

von Gernot Zenz

Die heimischen Skigebiete werden für den Wintersport immer beliebter. Nicht nur bei einheimischen Gästen. Die grün-weißen Touristiker setzen auch stark auf die Nachbarländer im Osten und investieren kräftig.

Nur um die Dimensionen klarzumachen, um die es geht: jeden Winter gibt es in der Steiermark etwa 1,8 Millionen Gäste-Ankünfte mit fast sechs Millionen Nächtigungen. Im Schnitt bleibt jeder Gast also etwa drei Tage bei uns, um Wintersport zu betreiben. Damit kann unser Land mehr als 430.000 Gäste mehr begrüßen als noch vor zehn Jahren. Und die Tendenz ist weiterhin steigend. Zum Vergleich: im Winterhalbjahr 1979/80 gab es insgesamt “nur” knapp 3,5 Millionen Übernachtungen. Der Großteil der Urlauber kommt noch immer aus dem Inland, gefolgt von Gästen aus Deutschland, Ungarn und Tschechien. Gerade die Märkte im östlichen Mitteleuropa werden für die heimischen Touristiker immer wichtiger. Neben diesen werden aber auch die Märkte in der Schweiz und den Niederlanden stark bearbeitet. Auf eines ist man bei Steiermark Tourismus besonders stolz, wie Geschäftsführer Erich Neuhold betont: „Schlussendlich steht die ganze Welt als Urlaubsdestination zur Auswahl – und trotzdem halten dem Grünen Herz 85 Prozent der Steiermark-Gäste die Treue und kommen immer wieder. Das gelingt nur, wenn wir neben der Herzlichkeit der Gastgeber, perfekten Infrastruktur und einem guten Preis-/Leistungsverhältnis auch einen emotionalen Mehrwert und damit besonders gute Erinnerungen schaffen.“

Investitionen und Veranstaltungen

Damit das so bleibt, nehmen die heimischen Skigebeite auch  richtig viel Geld in die Hand und investieren kräftig. Mehr als 26 Millionen Euro wurden allein für die neue 10er Gondelbahn auf die Schladminger Planai investiert. Damit können jetzt 3.800 Personen bequem und schnell auf den Berg befördert werden – und das jede Stunde! Auch in die Neuausrichtung der Mariazeller Bürgeralpe, zum Beispiel mit neuen Hotels, werden fast zwanzig Millionen Euro investiert. Und das sind nur die Spitzen des Investitions-Eisberges. Auch andere prominente Skigebiete wie Riesneralm, Lachtal, Tauplitz oder Präbichl investieren kräftig in die Pistenqualität. Fast genauso wichtig wie die Pisten sind das, was abseits von ihnen passiert. Genau hier kann die Steiermark richtig punkten. Von Thermenbesuch bis zu vielfältigsten kulturellen Veranstaltungen gibt es eine Vielzahl an Angeboten, falls der Pistenzauber aus irgendeinem Grund einmal ausfallen sollte. Und dieses Angebot wird auch immer wichtiger. Genauso wie die Veranstaltungen in allen möglichen Sportarten, die immer mehr Besucher anziehen. Der Nachtslalom in Schladming, Skifliegen am Kulm, das Schneeschuhfestival im oberen Murtal oder die Tour de Ramsau für die Skimarathon-Langlaufszene – alles Impulse, die unser Land zum Wintersport-Mekka Österreichs machen.

Beitragsfoto: Stuhleck

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