Ein Amt für alle

von Karl Brodschneider

Alle Amtsgeschäfte von Edelstauden und Frannach werden schon jetzt ausnahmslos im Gemeindeamt Pirching erledigt.

Wenn es nach dem Willen der drei Bürgermeister Franz Matzer (Pirching am Traubenberg), Johann Absenger (Frannach) und Johann Hirschmann (Edelstauden) geht, dann soll das ungewöhnlich warme Spätherbstwetter zumindest bis zum kommenden Sonntag andauern. Da wird nämlich das ausgebaute und modernisierte Gemeindeamt in Pirching am Traubenberg feierlich eröffnet. Der von der Marktmusikkapelle Heiligenkreuz am Waasen und dem Kindergarten Pirching umrahmte Festakt beginnt um 10.30 Uhr. Die Festansprache hält LH-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer.

Mit der Entscheidung für eine gemeinsame Zukunft von Edelstauden, Frannach und Pirching am Traubenberg musste auch die Frage der gemeinsamen Verwaltungszentrale geklärt werden. Sämtliche Akten aus den beiden Gemeinden Frannach und Edelstauden müssen im neuen Haus Platz finden. Auch die Amtsleiter dieser beiden Gemeinden benötigen einen eigenen Arbeitsplatz. Und der Sitzungssaal soll für den künftigen Gemeinderat groß genug sein und auch für kleinere Trauungen Verwendung finden.

Nach sechsmonatiger Bauzeit und Investitionen in der Höhe von 600.000 Euro ist nun alles fertig. Bürgermeister Franz Matzer verspricht allen 2700 Bürgern und Bürgerinnen jetzt noch mehr Servicequalität. Die Frannacher Gemeindeverwaltung ist bereits in das neue Gemeindeamt übersiedelt und auch für die Bewohner von Edelstauden werden die Amtsgeschäfte ab Montag ausnahmslos in Pirching durchgeführt.

Die Gemeinde Pirching am Traubenberg verstehe sich als „Wohngemeinde am Tor zum Vulkanland“, betont Franz Matzer, der mit 1. Jänner als Regierungskommissär eingesetzt wird.

Bezirk Südoststeiermark

Die Südoststeiermark hatte die meisten und kleinsten Gemeinden. Ab 1. Jänner 2015 werden es nur mehr 26 statt bisher 74 Gemeinden sein. Zehn Gemeinden rund um Gnas werden eins: Aug-Radisch, Baumgarten, Gnas, Grabersdorf, ein Teil von Kohlberg, Maierdorf, Poppendorf, Raning, Trössing und Unterauersbach. Das Eins-Werden trifft auch auf das Septett mit Auersbach, Feldbach, Gniebing-Weißenbach, Gossendorf, Leiters­dorf, Mühldorf und Raabau zu.

Fünfer-Fusionen betreffen Fehring, Hatzendorf, Hohenbrugg-Weinberg, Johnsdorf-Brunn und Pertlstein sowie Fladnitz, Kirchberg, Oberdorf, Oberstorcha (Teilung) und Studenzen. Aus folgenden vier Gemeinden entstehen ebenfalls drei neue Gemeinden: Kohlberg (Teilung)/Oberstorcha (Teilung)/ Paldau/Perlsdorf sowie Breitenfeld an der Rittschein/Kornberg/Riegersburg/Lödersdorf und Hof bei Straden/Krusdorf/Stainz bei Straden/Straden.

Dreier-Fusionen finden zwischen Edelstauden mit Frannach und Pirching am Traubenberg beziehungsweise Eichfeld mit Gosdorf und Mureck sowie zwischen Bierbaum am Auersbach mit Dietersdorf am Gnasbach und St. Peter am Ottersbach statt.

Es gibt fünf Zweier-Fusionen: Kirchbach mit Zerlach, Frutten-Gießelsdorf mit St. Anna am Aigen, Glojach mit St. Stefan im Rosental, Deutsch Goritz mit Ratschendorf sowie Bad Radkersburg mit Radkersburg Umgebung. Zehn Gemeinden bleiben allein. Das sind Halbenrain, Klöch, Mettersdorf am Saßbach, Murfeld, Tieschen, Jagerberg, Kapfenstein, Eichkögl, Edelsbach bei Feldbach und Unterlamm.

 

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