In den Garten, fertig – los!

von Gernot Zenz

Es ist wieder soweit. Die Gartensaison beginnt in weiten Teilen des Landes. Hier ein paar nützliche Tipps für das wertvolle Grün daheim.

Steirerland ist Gartenland: laut Agrarmarkt Austria haben mehr als 70 Prozent der heimischen Haushalte einen eigenen Garten. Und der ist in den letzten Monaten meist ziemlich vernachlässigt worden. Zeit also, ihn aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. Dazu muss der Boden pflanzenfit gemacht werden. Abgestorbene Äste, Blätter und alles, was sonst herumliegt, muss entfernt und idealerweise kompostiert werden. Kleinere organische Abfälle sollten in den Boden eingearbeitet werden. Abgestorbene Pflanzen entfernen. Dabei aber vorsichtig sein. Vieles, was auf den ersten Blick tot aussieht, treibt in ein paar Wochen wieder aus.

Vorhandene Mulchschicht vorsichtig und nicht zu tief in den Boden einarbeiten und Unkraut jäten. Nicht sofort mit dem Bepflanzen beginnen, sondern ein paar Tage warten, damit die für das Pflanzenwachstum nützlichen Mikroorganismen wieder an die Oberfläche kommen können. Apropos wertvolle Lebewesen: nicht zu zeitig mit den Gartenarbeiten beginnen, weil viele Insekten noch in der Überwinterung sind und sie sonst zu früh gestört werden. Also nicht gleich beim ersten sonnigen Tag den ganzen Garten umgraben.

Stutzen und setzen

Winterharte Stauden jetzt pflanzen oder sonst erst später im Herbst. Pflanzen, die den Winter über im Haus verbracht haben, langsam wieder an ein Leben draußen gewöhnen. Aber nur tagsüber. Also nicht einfach rausstellen und fertig. Die Nächte können noch ziemlich frostig sein. Alte Triebe zurückschneiden und Kontrolle auf Schädlinge nicht vergessen. Wenn notwendig, umtopfen und frische Erde geben. Wenn der Nachtfrost vorbei ist, ist es an der Zeit, die Obstbäume zu schneiden. Beeren-, Stein- oder Kernobstbäume sollten jetzt ihren Verjüngungsschnitt für besseres Wachstum erhalten. Ausnahme: Kische und Marille besser nach der Ernte schneiden. Allgemein gilt: bei Obstbäumen nicht zu radikal stutzen. Das könnte sich negativ auf den Fruchtertrag auswirken.

Immergrüne Stauden gehören jetzt auch zurückgeschnitten. Wenn der ganze Garten frühlingsfit ist, geht es an die Aussaat. Die Entscheidung, was zukünftig im Garten grünen und blühen soll, ist natürlich jedem selbst und dem eigenen Geschmack überlassen. Wer nicht nur sich, sondern auch unseren wertvollen Insekten etwas Gutes tun will, kann ein sogenanntes “Totes Eck” einrichten. Einfach an einem nicht genutzten Teil im Garten Totholz und Steine belassen, nicht mähen und die Natur die Arbeit machen lassen. Es wird innerhalb kürzester Zeit ein wertvolles Biotop entstehen. Übrigens haben die österreichischen Gärtner wertvolle Tipps für Pflanzen, die Bienen und Schmetterlinge ganz besonders anziehend finden. Informationen unter www.gartenbau.or.at.

Beitragsbild: Halfpoint – stock.adobe.com

 

 

 

 

 

 

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