Grazer Krauthäuptel in aller Munde

von Gernot Zenz

Der legendäre Grazer Krauthäuptel hat wieder Saison. Und seine Bauern haben sich heuer eine ganz besondere Aktion ausgedacht.

Jetzt wächst der Grazer Krauthäuptel besonders gut: die warmen Tage und noch kühlen Nächte lassen ihn in vorzüglicher Qualität heranreifen. Mehr als 15 Millionen Stück kultivieren die rund 100 Gemüsebauern im Grazer Raum und in der Südoststeiermark. „Die Ernte auf den Feldern und Äckern läuft auf Hochtouren. Die Gemüsebauern versorgen die Bevölkerung auch während der Corona-Krise verlässlich, sicher und tagesfrisch mit diesem Aristokraten unter den Salaten“, sagt Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein, die sich auch über die generell gestiegene Wertschätzung der bäuerlichen Arbeit freut.

Höchste Qualität

Landesrat Johann Seitinger pflichtet bei: „Der Grazer Krauthäuptel ist ein steirisches Kulturgut, das für höchste Qualität und gesunden Genuss steht. Und die exzellente Versorgung mit saisonalen und regionalen Lebensmitteln durch unsere heimischen Landwirte trägt dazu bei, dass unsere Steiermark so lebenswert ist“. Die Sicherung der Produktion von regionalem Gemüse, insbesondere von Grazer Krauthäuptel, unterstützt die kleinbäuerliche Struktur und die Wertschöpfung in der Region. „Wir Grazer Krauthäuptel-Bauern wollen die Qualität unseres Produkts nachhaltig erhalten und steigern und arbeiten derzeit an verbessernden Maßnahmen, insbesondere im Bereich des Bodens“, berichtet Obmann Markus Hillebrand.

Naturnaher Genuss

Konkret können Landwirte durch den gezielten Aufbau von Humus im Boden dem Klimawandel entgegengewirkt. Die Erosionsgefahr und Auswaschung von Nährstoffen wird damit gemindert und die Artenvielfalt von Insekten erhöht. Diese Aktivitäten werden in die Gruppe der Produzenten weitergetragen und sollen auch den Konsumenten kommuniziert werden. Und den ersten knackig-frischen Lieblings-Freilandsalat der Steirer spendeten die Grazer Krauthäuptel-Bauern heuer übrigens der mobilen Lebensmittelausgabe der Caritas. Sie wird einen Monat lang mit dieser köstlichen Salatspezialität beliefert.

Und nicht nur das: Die Grazer Krauthäuptel-Bauern übergaben zum Saisonstart den Bewohnern der Caritas-Notschlafstellen auch noch 100 hochwertige, waschbare Schutzmasken. Somit ist der populärste Blattsalat Österreichs aber nicht nur ein wahrer kulinarischer Genuss, sondern hat auch ganz schön was im Köpfchen: reichlich Vitamin B1, B2, B6, Ballaststoffe, Kalium, Calcium, Mangan, Eisen, Kupfer, Zink, Phosphor und Carotin stehen dabei auf der Liste. Der Grazer Krauthäuptel besticht durch seine unvergleichlich zarte Knackigkeit und ihren bitterfreien, süßlichen Geschmack. Übrigens: der Vitamin C-Gehalt im Salat nimmt von außen nach innen hin ab. Deshalb sollten nicht nur die besonders zarten inneren Herzblätter, sondern auch die äußeren, dunkelgrünen Blätter genossen werden.

 

Beitragsfoto: Archiv

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