Start für den Forschungsstall

von NEUES LAND

Großer Augenblick in Raumberg-Gumpenstein: Mit viel Prominenz gab’s den Spatenstich zum neuen Forschungs-Schweinestall.

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, Agrar-Landesrat Hans Seitinger, LK-Präsident Franz Titschenbacher und zahlreiche Vertreter aus Politik und Landwirtschaft waren dabei, als dieser Tage der Spatenstich zum neuen, in Österreich einzigartigen Schweineforschungsstall an der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt (HBLFA) Raumberg-Gumpenstein in Irdning-Donnnersbachtal gefeiert wurde. Damit geht ein Projekt von großer Bedeutung für die Schweinebauern im ganzen Land genau dort an den Start, wo sich ein Team unter der Leitung von Eduard Zentner  seit mehr als zehn Jahren mit der Herausforderung der Geruchs- und Ammoniakminderungen im Tierbereich auseinandersetzt.

„Moderne Agrarpolitik muss sich an gesellschaftlichen Entwicklungen ausrichten, denn nur eine breit akzeptierte Landwirtschaft kann auf Dauer erfolgreich sein. Eine besondere Rolle spielt dabei die landwirtschaftliche Nutztierhaltung mit dem Fokus auf verstärktes Tierwohl.“ Dies betonten unisono Rupprechter, Seitinger und Titschenbacher. Tierwohl und Umweltschutz, verbunden mit schnelleren Bau- und Genehmigungsverfahren seien, so hieß es auch vom Minister und vom Landesrat, „für die ökonomische Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe das Gebot der Stunde.“

Beitrag vom Land

Für das so wichtige Projekt leistet das Land Steiermark einen hohen Investitionsbeitrag in der Höhe von 760.000 Euro. Die Mittel werden aus den Budgets von den Landesräten Anton Lang und Hans Seitinger zur Verfügung gestellt. Die Kosten für die wissenschaftliche Betreuung der Versuchsanlage werden von Minister Rupprechter übernommen. Auch die Erzeugergemeinschaft Styriabrid und an den Forschungsergebnissen interessierte Unternehmen beteiligen sich an der Finanzierung.

Zwei fachliche Hintergründe prägen das Vorhaben: Einerseits geht es um die Geruchsreduktion und andererseits auch um die Tatsache, dass aus Ammoniakemissionen unter bestimmten klimatischen Bedingungen auch sogenannte sekundäre Partikel im Bereich Feinstaub entstehen.

Filteranlagen

Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielen Abluftreinigungsanlagen in Form von so genannten Wäscher- und Filteranlagen beziehungsweise einer Kombination von beidem. Anlagen dieser Art werden in einigen europäischen Ländern in großen Stallungen bereits eingesetzt, gelten aber unter bestimmten Aspekten als problematisch. Im Forschungs-Schweinestall wird es drei Abteile mit Platz für 138 Mastschweine geben, wo unterschiedliche Abluftreinigungsanlagen zum Einsatz kommen.  Mehr Infos finden Sie hier.

 

Foto: LFZ Raumberg-Gumpenstein

 

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