Forschung für die Zukunft

von Karl Brodschneider

Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein ist die größte Forschungsdienststelle des Landwirtschaftsministeriums und besteht seit 75 Jahren.

 

Seit 75 Jahren gibt es die Forschungsreinrichtungen in Raumberg-Gumpenstein. Beim Festakt, zu dem Direktor Johann Gasteiner und Institutsleiter Andreas Steinwidder auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und Landesrat Hans Seitinger begrüßen konnten, erinnerte man daran, dass die Forschungseinrichtungen im Jahr 1947 als Bundesdienststelle gegründet wurden.

Wurzelforschung

In den Aufbaujahren stand Fragen zur Intensivierung der Produktion und schrittweisen Technisierung der Landwirtschaft sowie zur Hebung der Lebensmittelversorgung und Ertragssteigerung im Fokus. Zunehmend wurden auch Fragen zur Erhaltung der Boden- und Wasserqualität, der pflanzlichen Vielfalt sowie Tiergerechtheit von Haltungssystemen bearbeitet. Schwerpunkte waren früher auch die Wurzelforschung, neue Zuchtmethoden bei Rindern sowie die Beurteilung der Grundfutterqualität und Prüfung von grünlandbasierten Fütterungsstrategien bei Wiederkäuern. In der Folge kam es zu wichtigen Öffnungs- und Modernisierungsschritten.

Einbindung der Praxis

Heute arbeitet die HBLFA Raumberg-Gumpenstein in vier Forschungsinstituten und in übergreifenden Arbeitsgruppen an wichtigen Themen. Sie ist die größte Forschungsdienststelle des Landwirtschaftsministeriums und pflegt die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Projektpartnern. Aktuell gibt es 97 Forschungsprojekte und elf EU-Projekte. Der fachliche Bogen spannt sich von der Ökoeffizienz bis hin zum Tierwohl, von der Biodiversität bis zum Erhalt der Kulturlandschaft, von der Emissionsminderung bis zu den Möglichkeiten der Klimawandel-Anpassung sowie von der Bio-Landwirtschaft und der regionalen Lebensmittelversorgung bis hin zur Absicherung der landwirtschaftlichen Familienbetriebe. Die Einbindung der Praxis, die rasche Umsetzung der Ergebnisse und der enge Austausch zwischen Lehre und Forschung werden intensiv gelebt.

 

Beitragsfoto: Brodschneider

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