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Bäuerin der Woche: Nina Schweinzger

von Karlheinz Lind

Nina Schweinzger führt in Labuttendorf einen Legehennenbetrieb. Die Liebe zum Hof ist in den letzten Jahren ständig gewachsen.

Die Legehennenhaltung hat am Hof der Familie Schweinzger vulgo Riedl in Labuttendorf schon eine lange Tradition. Bereits im Jahr 1989 startete die Familie mit 250 Hühnern neben der Schweinemast in diese Sparte. Seit Herbst des vergangenen Jahres führt nun Tochter Nina den Betrieb. „Eigentlich war alles ganz anders geplant, denn ich bin mit Leib und Seele Pädagogin“, erklärt die ausgebildete Inklusionspädagogin und Erwachsenenbildnerin. Über Jahre war sie bei der Lebenshilfe Leibnitz und beim Verein Lifft im Einsatz.

„Eigentlich hätte mein Bruder die Landwirtschaft übernehmen sollen, er verstarb 2003“, so die junge Vollerwerbsbäuerin. Nach vielen Jahren des Lernens hat Nina Schweinzger nun in die Rolle der zukünftigen Hofübernehmerin gefunden und fühlt sich dabei sichtlich wohl: „Ich kann mir keinen besseren Job vorstellen.“

Betriebsstruktur

Derzeit werden am Hof, aufgeteilt auf zwei Ställe, 6700 Freiland-Legehennen gehalten. Als Futtergrundlage dienen 23 Hektar Ackerland. Auf denen werden ein Drittel Mais, ein Drittel Getreide und ein Drittel Ölkürbis angebaut, auf Fruchtfolge und Kreislaufwirtschaft wird großer Wert gelegt „Da wir unser Legehennenfutter selber mischen, kaufen wir nur gvo-freien Soja, also Donausoja, dazu“, führt Nina Schweinzger weiter aus. Die Eier werden über die Marke „Tonis Freilandeier“ verkauft.

Seit einigen Jahren beschäftigt sich Nina Schweinzger auch intensiv mit der Direktvermarktung. Neben frischen Eiern und Kernöl werden auch Nudeln am Hof produziert. Von Aronianudeln über Kürbiskernnudeln bis hin zu Rote Rüben Nudeln reicht das Angebot. „Derzeit stehen wir bei 25 verschiedenen Nudelsorten, weitere sind geplant“, so die Tüftlerin, die bei ihrer Arbeit auf Regionalität großen Wert legt. So kommen die notwendigen Zutaten alle aus der näheren Region. Denn das Motto von Nina Schweinzger lautet: „Zusammen ist man stärker als allein, gemeinsam kann man einfach mehr erreichen.“ Vermarktet werden die Produkte über einen eigenen Hofladen, in regionalen Geschäften sowie über einen Webshop.

Weiterbildung

Auch auf die Weiterbildung legt die junge Bäuerin großen Wert: „Nach meiner Zeit an der Universität drücke ich nun wieder die Schulbank. Derzeit absolviere ich die Ausbildung zum Landwirtschafts- und Geflügelmeister. Das ist eine Herausforderung.“ Denn neben den Erfahrungen ihrer Eltern möchte sie auch ihr Fachwissen aufbessern und ihr Netzwerk ausbauen.

Trotz der vielen Arbeit am Hof bleibt auch Zeit für Hobbys. Neben dem Radfahren ist Nina Schweinzger auch aktives Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr, Marketenderin bei der Blasmusikkapelle und seit kurzem Ortsbäuerin.

Übrigens: den richtigen Mann an ihrer Seite hat Nina noch nicht gefunden.

Zur Person

  • Nina Schweinzger (31)
  • Waldweg 40, 8423 St. Veit in der Südsteiermark
  • Ackerbaubetrieb mit Legehennenhaltung und Nudelproduktion
  • Aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr, Marketenderin bei der Blasmusik und seit heuer Ortsbäuerin von Labuttendorf
  • hausgemacht@schweinzgernudeln.at
  • www.schweinzgernudeln.at

Beitragsfoto: Lind

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