Preisentwicklung von Produkten

Der Erzeugermilchpreis erholt sich laut AMA nicht, der Jungstiermarkt bleibt stabil, bei den Schweinen stellt sich eine Trendwende ein und auch Weizen bleibt gefragt.

 

Erzeugermilchpreis: Derzeit keine Erholung in Sicht

Im Februar 2015 lag der Erzeugermilchpreis bei 34,55 Cent/kg (4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß). Damit hat sich der Rückgang des Milchgeldes weiterhin verstärkt. Im Vorjahreszeitraum erhielten Milcherzeuger noch um 7,59 Cent/kg oder 18 Prozent mehr für ihre Milch. Mittlerweile hofft man auf eine baldige Erholung und Stabilisierung und blickt gespannt in die Zukunft und die Entwicklung der Milchpreise nach Quotenende.

Stabiler Jungstiermarkt

Der Jungstiermarkt war auch im Februar von einem geringen Angebot geprägt. Da die Inlandsnachfrage zufriedenstellend ausfiel, hielt der Durchschnittspreis für Jungstiere (E-P) mit  3,96 Euro je kg das Niveau von Jänner. Der Wert von Februar 2014 wurde um 3,4 Prozent übertroffen. Überraschend stiegen die Preise im März etwas an.

Trendwende bei Schweinen

Ein rückläufiges Angebot an Schlachtschweinen traf im Februar auf eine lebhafte Nachfrage, die von Aktionspreisen für Frischfleisch im Lebensmitteleinzelhandel profitierte. Dementsprechend stieg der durchschnittliche Auszahlungspreis der Schlachthöfe (S-P) um 9 Cent auf 1,50 Euro je kg. Das Minus zum Vergleichswert des Vorjahres verringerte sich damit auf 6,8 Prozent. Im März konnten die Preise nur wenig zulegen.

Weizen mit hoher Qualität bleibt gefragt

Nach ruhigen Wochen im Jänner hat das Getreidegeschäft an der landwirtschaftlichen Produktenbörse in Wien und an der Fruchtbörse in Wels wieder etwas Fahrt aufgenommen. Die heimischen und die italienischen Mühlen waren im Februar soweit mit hohen Qualitäten eingedeckt. Vom Handel her konnten nur mehr Restmengen an hochqualitativem Weizen angeboten werden. Die Handelspreise pendelten einmal leicht hinunter und dann wieder nach oben. Nachvollziehbare Tendenzen waren nicht erkennbar. Zuletzt notierte Premiumweizen um durchschnittlich 217 EUR/t und heimischer Qualitätsweizen um 203 EUR/t. Der Mahlweizenkurs bewegte sich um 177 EUR/t. Mahlroggen war im Februar wieder mit 148 EUR/t gefragt-hat aber zur letzten Notierung im Dezember verloren. Der Mengendruck am Futtermaismarkt hat sich auf den Kassamarkt niedergeschlagen. Der Kurs in Wien lag Mitte Februar bei 123 EUR/t. Die Differenz zum Vorjahr mit über 30 EUR/t war groß.

 

Quelle: AMA

Foto: Kzenon, fotolia.com

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