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Regionale Herkunft und bester Geschmack

von Karl Brodschneider

Gemeinsam mit vier Bauern aus der Südoststeiermark startete SPAR ein neues Schweinefleisch-Segment. Der Verkaufsstart erfolgte am vergangenen Wochenende.

 

Vor elf Jahren hat die Familie Pucher in Dietersdorf am Gnasbach einen Aussiedlerschweinestall errichtet. Diesen Stall hat sie fünf Jahre später erweitert. Im Vorjahr begann der 40-jährige Landwirt und frühere Bezirkskammerrat Peter Pucher damit, daraus einen Tierwohlstall nach den neuesten Erkenntnissen zu machen. Weg vom Vollspaltenboden, Stroheinstreu, dauerhafter Zugang zum Futter und Trinken, mehr Platz für die Tiere, Liegeflächen im Innen- und überdachten Außenbereich. Die Investitionen für diesen Umbau im Stall mit 1350 Mastplätzen beziffert der Südoststeirer mit 1,5 Millionen Euro.

Die Familie Pucher bildet zusammen mit den Familien Loidl in St. Margarethen, Friedl in Hatzendorf und Neuhold in Leitersdorf das bäuerliche Kleeblatt für das neue Premium-Segment des TANN Vulkanland-Duroc-Schweinefleisches. Am vergangenen Wochenende erfolgte in 250 SPAR-Filialen in der Steiermark und im Burgenland der Startschuss dafür. Wie Andreas Hofer, Leiter von TANN Graz, berichtet, bildet die Kreuzung der bewährten heimischen Rassen Edelschwein und Landrasse mit Tieren der Duroc-Rasse die Grundlage.

Sehr feinfaserig

Seit kurzem wird das TANN Vulkanland-Duroc-Schweinefleisch in der SB-Verpackung in fünf verschiedenen Produkten in rund 250 SPAR-Märkten in der Steiermark und im Burgenland angeboten.

„Unser Ziel ist nicht mehr Magerfleisch, sondern intermuskuläres Fett. Das schlägt sich in der besonderen Qualität und bestem Geschmack nieder“, sagt Hofer. Das Fleisch ist sehr feinfaserig. Aufgrund seiner hervorragenden Marmorierung ist es äußerst aromatisch. Mit an Bord ist auch der Fleischhof Raabtal. Dort werden die Tiere mit einem Mastgewicht von 110 bis 120 Kilogramm geschlachtet. Das Fleisch wird in der Selbstbedienungsverpackung in fünf verschiedenen Produkten (Karreesteak, Schnitzel, Schopfsteak, Bauchschnitte, Tomahawksteak) zum Verkauf angeboten. Die ersten Verkaufstage waren laut Hofer sehr erfolgreich.

Mehraufwand

Bei einer Pressekonferenz im Stall von Peter Pucher freuten sich auch Kammerobmann Franz Uller und Vulkanland-Obmann Josef Ober über diesen neuen Tierwohlstall in ihrer Region. Ober merkte aber an: „In der Bevölkerung ist die Sensibilität für dieses Thema zwar sehr groß, aber weniger groß dafür, dass sich der Mehraufwand auch im Preis niederschlagen muss.“ Uller machte darauf aufmerksam, dass die Landwirtschaftskammer eine eigene Bauabteilung hat, die Betriebe bei der Planung von Tierwohlställen unterstützt.

 

Fotos: Brodschneider, TANN/Krug

 

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