Bessere Preise für unsere Bauern!

Die Preise für hochqualitative Produkte unserer heimischen Bauernfamilien sind im Moment auf einem Tiefststand, Konsumenten zahlen im Lebensmittelhandel hingegen Höchstpreise. So begrüßenswert einzelne Aktionen der Handelsketten im Moment auch sind, bäuerliche Familien und Konsumenten spüren davon derzeit einfach zu wenig.

In Österreich sperren übrigens täglich zehn Bauernfamilien ihren Hof zu. Ein Umstand, der nicht nur nachhaltige volkswirtschaftliche Schäden verursacht, sondern auch die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln in Zukunft in Frage stellt.

Für Bauernbundobmann Johann Seitinger ist die momentane Lage inakzeptabel: „So kann das nicht weitergehen! Wenn Bauernfamilien für Produkte höchster Qualität nur mehr Spottpreise erzielen und der Konsument mit Höchstpreisen konfrontiert ist, schlägt das dem Fass den Boden aus. Da stellt sich zwangsläufig die Frage, wer in diesem Kreislauf den fetten Rahm abschöpft?“

Ein drastisches Beispiel liefert hier der Apfel: Gegenwärtig erhält z.B. ein Apfelbauer für beste Speiseäpfel einen Preis von nicht einmal 35 Cent pro Kilogramm. Im Geschäft kostet das Kilogramm Äpfel bis zu 2,99 Euro. Auf Grund des Russland Embargos müssen derzeit aber sogar beste Speiseäpfel zu Saft verpresst werden. In diesem Fall bekommt der Bauer überhaupt nur mehr 4 Cent pro Kilogramm.

Bauernbundobmann Seitinger: „In diversen Werbekampagnen von Lebensmittelketten wird die Solidarität mit den heimischen Produzenten beworben, aber weder Konsumenten noch Bauern bekommen diese Solidarität über die gesamte Produktpalette hinweg zu spüren. Es kann nicht sein, dass diese schwierige wirtschaftliche Situation nur auf dem Rücken der Bauernschaft und der Konsumenten ausgetragen wird! Wenn das so weitergeht, werden unsere Bauern wohl nicht umhin kommen, monatlich die erzielten Erzeugerpreise zu veröffentlichen, damit sich jeder selbst seine Meinung bilden kann.“

Die gelebte Solidarität der Steirerinnen und Steirer hebt Seitinger aber ganz besonders hervor: „Es ist schön zu sehen, dass die Menschen in diesem Land verstärkt zu heimischen Produkten greifen und somit auch einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung leisten. Schließlich und endlich geht es ja ebenso darum, den ländlichen Raum auch in Zukunft entsprechend zu bearbeiten und zu pflegen!“

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