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Biber macht große Sorgen

von Karl Brodschneider

Gemeinden, Landwirte und Private klagen über zunehmende Biber-Schäden. Auf Landesebene soll deshalb eine Arbeitsgruppe starten.

 

Die ständig mehr werdenden Biberpopulationen im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld  führen zu großen Schäden für die betroffenen Gemeinden und die Landwirtschaft. Vor allem an der Lafnitz und an der Feistritz sowie an unzähligen kleineren Nebenflüssen sind solche Schäden zuhauf vorkommend. Auch zahlreiche Private sind betroffen. Wege und Dämme werden ausgehöhlt und müssen aufwendig saniert werden. Landwirtschaftlich genutzte Flächen drohen zu überfluten. Die zahlreichen Schäden reichen auch bis in Privatgärten, wo „Biberlöcher“ eine große Gefahr für spielende Kinder darstellen.

Drei Forderungen

Bei einem Gespräch in Burgau stellten Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Gemeinden sowie Berg- und Naturwacht ihre Sicht der Dinge dar. Sie versuchten, Lösungsansätze zu finden. Kammerobmann Herbert Lebitsch legte drei Forderungen auf den Tisch: „Erstens brauchen wir ein klares Bekenntnis der Politik zum Regulieren des Bestandes, zweitens eine Festlegung von Biber-freien Zonen und drittens Entschädigungszahlen für die entstandenen Schäden.“ Diesen Forderungen schlossen sich auch die Bürgermeister Gregor Löffler aus Burgau und Jürgen Peindl aus Rohr bei Hartberg an.

Arbeitsgruppe

Biber PK

Kammerobmann Herbert Lebitsch mit den beiden Bürgermeistern aus Rohr und Burgau sowie mit LAbg. Hubert Lang.

Der Problematik bewusst ist sich auch der Bezirksleiter der Berg- und Naturwacht Alfred Ertl. Er spricht sich für rasche und lokale Lösungen aus. „Es muss etwas getan werden, und das möglichst schnell.“ Dass dringender Handlungsbedarf besteht, ist auch der Politik bewusst. Landtagsabgeordneter Hubert Lang: „Der Klub der Steirischen Volkspartei will diesbezüglich gemeinsam mit der SPÖ eine Initiative starten. In einer Arbeitsgruppe, in der alle Betroffenen vertreten sind, wollen wir die Problematik angehen und möglichst rasch Lösungen finden.“ Diese Arbeitsgruppe soll schon in den nächsten Wochen aktiv werden.

 

Beitragsfotos: AdobeStock (1), Mayer (1)

 

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