Viele verzweifelte Kämpfe

Die Frost-Katastrophe hat weite Teile Österreichs heimgesucht und zu vielerlei verzweifelten Rettungsversuchen von Bäuerinnen und Bauern geführt.

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Mit Parafin-Kerzen und entzündetem Stroh wurde vielerorts versucht, gegen den Frost anzukämpfen. Foto: fotolia.com/Fabio Roncaglia

Vielerorts wurden in ganz Österreich die Freiwilligen Feuerwehren alarmiert, weil am Dienstag dichte Rauchschwaden und Brandgeruch über Plantagen lagen – man entzündete Parafinkerzen und bisweilen auch Strohballen, um mit viel Rauch zu verhindern, dass die Pflanzen direkt von der Sonne bestrahlt werden. Außerdem trugen Hubschrauber im Tiefflug über den Boden zu einem dramatischen Stimmungsbild bei. Mit ihrer Hilfe bemühte man sich, die kalten Luftschichten am Boden mit wärmeren zu vermischen. An zahllosen Orten im ganzen Land liefen auch die Frostschutzberegnungsanlagen auf Hochbetrieb. Bäume wurden mit Wasser besprüht, damit eine Eisschicht gegen noch größere Kälte schützen kann. Nicht wenige Bäuerinnen und Bauern warfen auch zu nächtlichen Stunden in ihrer Verzweiflung verschiedenste Heizgeräte an, um zu retten, was noch zu retten war.

Kurze Atempause

Tausende Bauern im ganzen Land haben jedenfalls auf verschiedenste Weise stundenlang verzweifelt gegen Frostschäden an ihren Kulturen gekämpft. Und sie hatten auch nur eine kurze Atempause, denn sie mussten diese Schlacht auch in der – leider wieder sehr häufig sternenklaren – Nacht auf heute, Donnerstag, fortsetzen, denn auch da gab es wieder eisige Temperaturen mit gewaltigem Risiokopotenzial. Besonders betroffen waren, wie es von Seiten der Meteorologen hieß, Kessellagen. Dort stürzten die Minusgrade regelrecht ab.

 

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