Eine Spur der Verwüstung

von Karl Brodschneider

Schwere Unwetter haben am vergangenen Wochenende einmal mehr die Einsatzkräfte in der Steiermark gefordert. Der Schaden ist enorm.

Wie von den Meteorologen prognostiziert, zog am vergangenen Samstag eine kräftige Gewitterfront über die Steiermark. Diese sorgte vielerorts für Weltuntergangstimmung und unzählige Feuerwehreinsätze. Laut Thomas Meier vom Landesfeuerwehrverband Steiermark haben sich diese Einsätze im direkten Vergleich zum Vorjahr mittlerweile bereits mehr als verdreifacht. Besonders betroffen waren am Samstag und Sonntag die Feuerwehrbereiche Graz-Umgebung, Deutschlandsberg, Feldbach, Fürstenfeld, Judenburg, Knittelfeld, Leibnitz, Liezen, Murau, Mürzzuschlag und Voitsberg.

Katastrophengebiete 

In den südlichen Landesteilen hat das Unwetter besonders heftig gewütet. Etliche Straßen und Objekte wurden von teils hüfthohen Wassermassen überflutet. Stellenweise wurden binnen kürzester Zeit bis zu 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. Von den Einsatzkräften wurden hauptsächlich Sandsäcke geschlichtet, Pump- und Reinigungsarbeiten durchgeführt, Verklausungen beseitigt sowie Straßen und Gehwege von Vermurungen oder von umgestürzten Bäumen befreit. In der Südoststeiermark wurden neben der Gemeinde Unterlamm weitere fünf Gemeinden zum Katastrophengebiet erklärt: St. Stefan im Rosental, Jagerberg, Gnas, Paldau und Feldbach. Dazu kam Hatzendorf. Im Bezirk Murtal sind es die Gemeinden Lobmingtal und St. Marein-Feistritz. 

Lokalaugenschein

Lokalaugenschein mit Landesrat Seitinger

Am Dienstag besichtigte Landesrat Hans Seitinger zusammen mit den beetroffenen Bürgermeistern die Unwetteschäden im Bezirk Südoststeiermark.

Landesrat Hans Seitinger machte am Dienstag gemeinsam mit Bezirkshauptmann Alexander Majcan (Südoststeiermark), LAbg. Franz Fartek, Bereichsfeuerwehrkommandant Johannes Matzhold und betroffenen Bürgermeistern einen Lokalaugenschein. Dabei kamen auch Erinnerungen an das Katastrophenjahr 2009 hoch. Damals standen erstmals alle Feuerwehren des Bereichsfeuerwehrverbandes zeitgleich im Einsatz. Jetzt am vergangenen Wochenende war die Situation die gleiche. Alle 73 Feldbacher Bereichsfeuerwehren waren zur Schadensbewältigung eingesetzt.

Die jüngste Unwetterfront zog auch die Landwirtschaft schwer in Mitleidenschaft. Starkregen, Sturm und Hagel entluden sich vor allem in den Bezirken Graz-Umgebung, Deutschlandsberg und Leibnitz. Auf einer Fläche von 1500 Hektar entstand laut Hagelversicherung ein Schaden von über 1,1 Millionen Euro. 

 

Beitragsfotos: Franz Fink, ÖHV

 

 

 

Zum Thema passend

Einen Kommentar abgeben

Diese Website benutzt Cookies. Wenn sie die Website weiter nutzen, gehen wir von ihrem Einverständnis aus. Ich stimme zu Datenschutzerklärung