Der Gin ihres Lebens

Es war Liebe auf den ersten Schluck: Als Lisa Bauer vor Jahren in Kolumbien ihren ersten Gin probiert hatte, wusste die Südoststeirerin sofort, dass auch sie einmal unter die Destillateurinnen gehen wird.

Lange hat es nicht gedauert und kurz nach der Ausbildung zur Winzerin an der HBLA für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg (NÖ) sind bereits die ersten Gin-Tröpfchen in Hatzendorf geflossen. Der Weg war gezeichnet. Jetzt – nach fast zwei Jahren harter Arbeit am eigenen Hof – wurden gleich zwei Produkte der 26-jährigen Buschenschanktochter mit dem begehrten „Gin of the Year“-Award bei der internationalen Gin-Competition in Berlin ausgezeichnet. „In einem einzigen Bewerb gleich Gold- und Silbermedaillen abzustauben, damit hätte ich in meinen Träumen nie gerechnet und es ehrt und bestärkt mich in meiner Arbeit sehr“, so die Absolventin der Fachschule Silberberg. Das theoretische Wissen für ihren Erfolg hat sie sich in sämtlichen Kursen für Destillerie geholt, das praktische Knowhow dazu im Ausland angeeignet, etwa in Brasilien oder Argentinien. „Auf der Suche nach mir selbst und dem Sinn des Lebens ist es dann wohl der Gin des Lebens geworden“, lacht Bauer. Und an diesem Erfolg möchte Lisa Bauer auch weiterhin festhalten.

Zukunft

Für 2019 ist der Ausbau der eigenen Hof-Brennerei geplant, auch möchte die Landwirtin ihr Gin-Wissen erweitern und noch mehr Produkte auf den heimischen Markt bringen. Und das verfeinert mit ihrer eigenen Philosophie: „Jeder Gin soll einen Lebensabschnitt von mir wiederspiegeln, da gibt es noch viele Inspirationen, die ich gerne in die Flasche bringen möchte“, schmunzelt Bauer. Jetzt aber ist erst einmal Urlaub angesagt. Der Hofladen der begeisterten Brennerin bleibt für etwa drei Wochen geschlossen. Bestellungen können aber gerne online aufgegeben werden. Gelesen werden diese übrigens derzeit wieder in Kolumbien.

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