Aktionstag gegen die Verbuschung

Landwirtschaftskammer und Almwirtschaftsverein danken freiwilligen Helfern

In der Steiermark luden vergangenes Wochenende die Landwirtschaftskammer und der Almwirtschaftsverein freiwillige Helfer zum sogenannten Schwendtag ein, um zwölf Almen vor Farnen, Stauden und Gehölzen zu befreien sowie sie vor Verbuschung, Verwaldung und Verwilderung zu schützen. “Ohne die wichtige Almpflege würden jährlich allein in der Steiermark rund 1.000 ha wertvolle Almflächen verschwinden. Die insgesamt rund 37.500 ha Almflächen müssten durch Maschinen und Handarbeit freigehalten werden, was der öffentlichen Hand rund 60 Mio. Euro kosten würde”, zeigte Franz Titschenbacher, Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, auf.

Die Steiermark ist nach Angaben der Landwirtschaftskammer mit ihren rund 1.700 Almen, auf denen im Sommer knapp 45.000 Rinder, 900 Pferde und 6.400 Schafe sowie Ziegen weiden, das zweitwichtigste Almland Österreichs. “Insbesondere die mehr als 11.000 Berg- und Almbauern garantieren für den Tourismus sowie die Bevölkerung am kostengünstigsten die umweltgerechte Pflege der Kulturlandschaft. Damit verhindern sie, dass die für den Tourismus so wichtigen Almen, Berggebiete und benachteiligten Flächen verbuschen, verwildern oder verwalden. Und genau deshalb haben Almrevitalisierungen eine so große und wichtige Bedeutung”, betonte Titschenbacher.

Advertisements

Klimawandel macht Almpflege noch wichtiger

Insbesondere der Klimawandel und die damit verbunden wärmeren Temperaturen wirken sich auf den Bewuchs stark aus. Die Waldgrenze steigt jährlich an und einzelne Pioniere wie Lärchen oder Latschen sind bereits auf Seehöhen über 2.100 m anzutreffen. Und damit kann je nach Region die Verwaldung sowie Verbuschung 2 bis 5% der Almflächen pro Jahr betragen. Bei einer fehlenden Pflege holen sich die Zwergsträucher wie die Schwarz- oder Heidelbeere, der Almrausch oder der Wacholder (Kranewitt) sowie die Latschen und Erlen die wertvollen Almflächen zurück, teilte die LK Steiermark mit.

 

Foto: Fotolia Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentieren

*