Für Frühlingserwachen in Politik

Ausgabe 14 des Steirischen Jahrbuchs für Politik widmet sich aktuellen politischen Themen von steirischer Reformpartnerschaft bis Snowden-Affäre

Das Steirische Jahrbuch für Politik, das seit nunmehr 14 Jahren die bedeutsamsten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Ereignisse jedes Jahres sammelt und kommentiert, wurde gestern im ÖVP-Landtagsklub in Graz präsentiert. Bei der Vorstellung der neuesten Ausgabe, erstmals im renommierten Böhlau-Verlag erschienen, gab der Gesamtredakteur Ass.-Prof. Dr. Klaus Poier einen Überblick über den Inhalt des Buches. Im Jahrbuch sind neben prominenten Vertretern aller Parteien auch Experten aus den unterschiedlichsten
Bereichen zu finden.

Gastgeberin Klubobfrau MMag. Barbara Eibinger bedankte sich bei Klaus Poier als Mitherausgeber und Gesamtredakteur. Eibinger: „Die spannende Autorenliste lässt die große inhaltliche Breite erkennen. Die Steirische Volkspartei steht ja traditionell für Vielfalt und Offenheit im politischen Diskurs.“

Laudator Univ.-Prof. Mag. Dr. Leopold Neuhold, der sich in seinem Beitrag den Entwicklungen der römisch-katholischen Kirche annimmt: „Papst Franziskus verbindet kirchliche Werte mit großer Menschlichkeit. 2013 fand ein Frühlingserwachen in der römisch-katholischen Kirche statt, indem begonnen wurde, wichtige Reformprozesse einzuleiten.“ Vielfalt, Offenheit und vor allem Menschlichkeit würden seit der Wahl des neuen Papstes auch vermehrt Einzug in die Kirchenpolitik des Vatikans halten, so der renommierte Grazer Sozialethiker.

Reformschub für Österreich

Ein Frühlingserwachen wäre auch in der österreichischen Bundespolitik äußerst wünschenswert, so Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer. Besonders stolz ist er auf dieses Jahrbuch, denn darin findet man Meinungsvielfalt und Offenheit, aber auch hart formulierten Widerspruch. Das Ergebnis der EU-Wahl sei eine gute Mahnung, denn dass die Volkspartei vorne bleibt war so nicht zu erwarten. Es gehe jetzt um Zukunftsthemen, die einer Weichenstellung bedürfen, wolle man Sicherheit und Wohlstand in unserem Land nachhaltig absichern: „Die Frage der Pflegefinanzierung, Steuersenkungen zur Entlastung des Mittelstandes sowie eine Bildungsreform sind Bereiche, in denen umgehender Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung besteht. Der derzeitige Stillstand schadet der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und dem Wirtschaftsstandort und gefährdet Arbeitsplätze. Wir müssen Österreich verändern und Österreich besser machen. Es braucht dringend einen Reformschub für Österreich”, betont Schützenhöfer und ergänzte: „Wir müssen das im Interesse der jungen Menschen tun.“

Steuerliche Reformmaßnahmen notwendig

Auch in der Steiermark habe man sich im Jahr 2010 in einer ähnlichen Situation befunden: “Um unser erklärtes Ziel, keine neuen Schulden 2015, erreichen zu können, hat die steirische Reformpartnerschaft in den letzten dreieinhalb Jahren auch unbequeme Bereiche angepackt. Vor allem all jene Menschen, die durch ihre tägliche Leistungsbereitschaft das Funktionieren unserer Gesellschaft sicherstellen, nämlich die über 3,5 Millionen österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, müssen bald durch steuerliche Reformmaßnahmen entlastet werden”, so Schützenhöfer abschließend.

 

 

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