Chinakohl: Preis-Hoch

Innerhalb einer Woche hat sich der Erzeuger-Preis bei steirischem Chinakohl aufgrund der Kältewelle in Südeuropa verdoppelt.

Bei den steirischen Chinakohl-Bauern herrscht große Erleichterung: Nach schwierigen Jahren mit teils schlechten Ernten und katastrophalen Preisen kann heuer Entwarnung gegeben werden. Landwirt Franz Kober, Sprecher der steirischen Chinakohl-Bauern, dazu: „Die Kältewelle der letzten Wochen hat die Landwirtschaft in Italien und Spanien schwer in Mitleidenschaft gezogen. Tiefe Temperaturen und enorme Schneemengen haben einen Großteil der Zitrusfrüchte sowie auch zahlreiche Gemüsebestände zerstört.“ Es kommt kaum noch Eisbergsalat aus diesen Regionen auf den mitteleuropäischen Markt, so der Experte. Und diese Situation wirkt sich bei uns äußerst positiv auf den Erzeugerpreis bei Chinakohl aus. Kober weiter: „Vor einem Jahr haben wir rund 30 Cent für einen Kilogramm bekommen, in der vergangen Woche waren es 45 Cent und in dieser Woche liegt der Preis bei knapp 80 Cent“. Mit weiteren Preissteigerungen, zur Freude der Chinakohl-Bauern, sei in den nächsten Tagen zu rechnen.

Rund 400.000 Kilogramm Chinakohl haben die 35 steirischen Produzenten noch in ihren Lagern. „Eine Versorgung mit unserem herrlichen Wintergemüse ist sicherlich bis März gegeben“, so Kober. Obwohl bereits Anfragen aus Deutschland kommen – auch sie zeigen Interesse an steirischen Chinakohl.

Die Kälte wirkt sich nicht nur positiv auf den Erzeugerpreis, sondern auch auf die Lagerfähigkeit aus. „Wir hatten im Vorjahr eine hervorragende Qualität bei der Ernte, auch wenn die Mengen aufgrund des fehlenden Herbstniederschlages etwas niedriger ausfielen. Und diese Qualität konnte durch die kalten Temperaturen auch erhalten werden“, erläutert Kober abschließend.

Bild: Steirische Chinakohl-Bauern produzieren beste Qualität, die auch bei jungen Konsumenten sehr gut ankommt. Foto: LK/Reicher

 

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