Einer der Besten im Land

von Karlheinz Lind

Bereits seit Jahren reiht sich der Fleckvieh-Zuchtbetrieb Sitka unter den besten Österreichs ein – heuer auf den zweiten Platz.

Als leidenschaftlichen Fleckviehzüchter kann man Engelbert Sitka (41) aus Miesenbach bei Birkfeld bezeichnen. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Regina Unterberger (39) und den beiden Kindern Kerstin (14) und Andreas (12) bewirtschaftet der begeisterte Landwirt einen Milchviehbetrieb auf 870 Metern Seehöhe im Vollerwerb. Auch die Eltern Johanna (76) und Engelbert (78) helfen noch fleißig mit. Dass sich alle Mühen am Hof lohnen, zeigt das Ergebnis beim Bewerb „Fleckviehzüchter des Jahres“ (siehe Kasten rechts). Hier wird unter anderem auch die züchterische Leistung in den Mittelpunkt gestellt. Heuer erfüllten österreichweit 258 Fleckviehzuchtbetriebe die Kriterien und konnten am Ranking teilnehmen. Der Betrieb Sitka erreichte den zweiten Platz, eine hervorragende Leistung. Das bestätigt auch Reinhard Pfleger, Geschäftsführer der Rinderzucht Steiermark: „Engelbert Sitka setzt auf die konsequente Umsetzung modernster Zuchtmethoden wie Genomselektion und Embryotransfer. Er bleibt einfach immer dran und ist deshalb auch so erfolgreich.“

Tradition

Am Hof des tüchtigen Züchters stehen 24 Fleckvieh-Milchkühe sowie 40 bis 50 Stück weibliche Nachzucht. „Hier arbeiten wir erfolgreich mit dem Aufzuchtbetrieb Hans Sorger zusammen“, erklärt Sitka. In der Familie wird bereits seit langer Zeit großer Wert auf die Zucht gelegt. „Nachdem meine Eltern 1966 von Murbodner auf Fleckvieh umgestellt haben wurde im Jahr 1988 der Grundstein für den Erfolg gesetzt. Mein Vater kaufte auf der Versteigerung in Ried das erste Zuchtkalb“, so Engelbert Sitka. Und dieses Kalb bildetet die Grundlage für erste Zuchtlinie, zwei gibt es jetzt am Hof: die R-Linie und die N-Linie.

Futtergrundlage

Insgesamt dienen 28 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, davon vier Hektar Acker, als Futtergrundlage. Gefüttert wird mittels Roboter in einem Anbindestall mit angeschlossenem Auslauf. Engelbert Sitka dazu: „Diese Haltungsform hat für uns wesentliche Vorteile. Wir vermarkten jedes Jahr rund 30 Jungkühe. Durch den intensiven Kontakt sind diese alle sehr führig, das schätzen unsere Käufer besonders.“

Bereits in den 1990er Jahren wurde am Hof mit Embryotransfer gestartet, rund zehn Spülungen werden jährlich durchgeführt. Diese Embryonen werden dann entweder in den eignen Kühen eingesetzt oder tiefgefroren bis nach Brasilien oder Kolumbien verkauft. Auch in Zukunft wird man sich intensiv mit dem Thema Fleckviehzucht beschäftigen.

Info: www.www.rinderzucht-stmk.at

Beitragsfoto: Rinderzucht Steiermark

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