Die neuen Trends sehen

Die steirische Landwirtschaftskammer feiert ihr 90-jähriges Bestehen und macht einen Ausblick in die nahe Bauern-Zukunft.

Bei ihrer 75-Jahr-Feier im Jahr 2004 hatte sich die steirische Landwirtschaftskammer vor allem ihrer eigenen Geschichte gewidmet und sogar ein Buch „Die grüne Mark“ herausgebracht. Jetzt bei der Jubiläumsfeier anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens gab sie einen Zukunftsausblick auf Trends, denen sich die steirische Land- und Forstwirtschaft stellen muss.

Die Globalisierung schreitet voran und immer mehr Menschen ziehen in die urbanen Räume. Dadurch ergeben sich neue Konsummuster. Der Kunde wird städtischer, älter, kritischer, gesundheits- und ernährungsbewusster.

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In der Beratung der Landeskammer nehmen, so Kammeramtsdirektor Werner Brugner bei der Trend-Präsentation, die Themen Humusaufbau und Erosionsschutz eine steigende Bedeutung ein. Das geschieht auch vor dem Hintergrund des anhaltenden Flächenverlustes und der knapper werdenden lebensnotwendigen Ressourcen.

Die vielleicht größte Herausforderung erfährt die heimische Land- und Forstwirtschaft mit dem Klimawandel. Die Forschungsergebnisse lassen für die Steiermark eine weitere Temperaturzunahme erwarten. Extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden, Stürme und Starkregen nehmen zu. Neue Schädlinge und Krankheit gefährden die Ernte und Tiergesundheit.

Wandel

Der technische Wandel ist enorm. Bis 2030 werden in allen Bereichen der Land- und Forstwirtschaft digitale Innovationen Einzug halten. Neben diesen Zukunftsszenarien ist es für LK-Präsident Franz Titschenbacher vorerst aber wichtig, dass die Rahmenbedingungen der Gemeinsamen Agrarpolitik passen und den heimischen Landwirtschaftsbetrieben Planbarkeit ermöglichen. In der 90-jährigen Geschichte der steirischen Landwirtschaftskammer ist Titschenbacher der neunte Präsident. Unter den Ehrengästen waren auch seine beiden Vorgänger Gerhard Wlodkowski und Erich Pöltl.

Überhaupt war die Jubiläumsfeier ein Zusammenkommen unzähliger Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Interessenvertretungen. So stellten sich auch der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, Landesrat Hans Seitinger und LH Hermann Schützenhöfer als Gratulanten ein. Schützenhöfer nützte sein Grußwort auch mit dem Überbringen einer Botschaft bezüglich der kommenden EU-Wahl und sagte: „Die Steiermark wird bei dieser Wahl gut vertreten sein, es wird eine sehr gute Lösung sein!“ Einen konkreten Namen nannte er nicht. Dass er das aber ausgerechnet bei einer Bauern-Veranstaltung sagte, wird schon seine guten Gründe haben.

Beitragsbild: LK/Danner Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

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