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Beim Christbaumkauf zählt die Herkunft

von NEUES LAND

Beachtliche 425.000 Christbäume werden steiermarkweit vor und zum Weihnachtsfest aufgestellt. Die Herkunft gewinnt an Bedeutung.

Die 350 heimischen Christbaumbauern arbeiten seit Wochen auf Hochtouren, um die verstärkte Sehnsucht nach vorweihnachtlicher Stimmung und einem sicheren und schönen Zuhause zu erfüllen. Der Verkauf von Schmuckreisig und Christbäumen hat ab Hof und auf privaten Plätzen bereits volle Fahrt aufgenommen. Auf öffentlichen Plätzen in Graz erfolgt der Verkauf heuer schon ab 10. Dezember, um vier Tage früher als üblich. Und dafür haben sich die Christbaum-Bauern auch ordentlich ins Zeug gelegt, denn der Verkauf erfolgt coronasicher. Die 3G-Regel, das Tragen einer FFP2-Maske im Freien sowie der Zwei-Meter-Abstand sind eine Selbstverständlichkeit.

Trends

Über eine interessante Entwicklung freuen sich die steirischen Christbaumbauern bereits seit einigen Jahren. Immer öfter wollen Konsumenten wissen, woher der Baum genau stammt. Dazu Franz Titschenbacher, Präsident der Landwirtschaftskammer: „Die Steirer bevorzugen Christbäume aus der Region und sind große Christbaumpatrioten“, Das bestätigt auch eine GfK-Befragung aus dem vergangenen Winter. 95 Prozent der Konsumenten – österreichweit sind es immerhin 90 Prozent –, die Christbäume aufstellen, greifen zu heimischen Bäumen. Titschenbacher weiter: „Kurze Transportwege tun der Umwelt und dem Klima gut, schaffen ein gutes Gewissen und die Bäume aus der Region überzeugen durch frisches Grün, lange Haltbarkeit und ihren unverwechselbaren Duft.“

Selbstversorgung

„Trotz höherer Produktionskosten und erheblich gestiegener Qualität des heimischen Christbaum-Angebotes werden die Preise in dieser Saison weitgehend stabil bleiben“, betont Martina Lienhart, selbst Christbaumproduzentin und Obfrau der steirischen Christbaumbauern. Leider setze auch der Klimawandel den Christbaumbauern deutlich zu, so Lienhart: „Teils waren die Ausfälle bei den Christbaum-Jungpflanzen verheerend. Die noch wenig verwurzelten Jungpflanzen waren gegen die monatelange Trockenheit im Jahr 2021 chancenlos.“

 

Beitragsfoto: LK/Danner

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