Im ganzen Land „Kirche schauen“

Erstmals zeigen 80 steirische Pfarren gleichzeitig ihre Kostbarkeiten.

Hinter den wuchtigen, hohen und schweren Türen verbergen sich wahre Schätze – fürs Auge und die Seele gleichermaßen. Kirchen sind traditionell Orte, an denen sakrale und weltliche Kunst einander begegnen, sich aneinander erfreuen und eine harmonische Symbiose eingehen. Was dabei im Laufe der Jahrhunderte entstand, eröffnet dem Betrachter oft ganz neue Blickwinkel und Sichtweisen – und dafür muss er nicht einmal in ferne Kirchen reisen, sondern braucht nur die Kirche in seiner unmittelbaren Nähe, in seinem Heimatort zu besuchen.

Kirch'n-schau'n_Foto-Olaf-Hemsen_klein„In unzähligen Ländern sind Kirchen Anziehungspunkte für Touristen. Wir möchten aber zeigen, wie sehr unsere Sakralbauten auch unsere Städte und Dörfer markant prägen und wie lebendig die Kirchen in der Steiermark sind. Als Orte gelebten Glaubens und der Begegnung mit Fremden und besonders auch mit Einheimischen. Denn auch für diese gibt es viel Spannendes zu entdecken. Wir hoffen, dass viele unsere Einladung annehmen und sich überraschen lassen“, ist Gertraud Schaller-Pressler schon aufgeregt. Gemeinsam mit ihrem Kunsthistoriker-Kollegen, dem Direktor des Diözesanmuseums Heimo Kaindl und der Theologin Sabine Petritsch zeichnet sie für die Premiere von „Kirch’n schau’n!“ verantwortlich. Unisono sind alle drei hocherfreut über die rege Beteiligung der steirischen Pfarren und der großen Bereitschaft sich – im wahrsten Sinne des Wortes – für Besucher zu öffnen: „80 sind es, die teilnehmen. Das ist wirklich ein schönes Signal.“

Landesweit öffnen sich am kommenden Sonntag, 18. Oktober 2015, um 11.30 Uhr und um 15.30 Uhr zeitgleich die Tore aller teilnehmenden Kirchen und für die Besucher eröffnet sich damit die Möglichkeit, deren Schönheit zu bestaunen und sich fachkundig informieren und führen zu lassen – von den diözesan ausgebildeten „KunstWerkKirche“-KirchenführerInnen. Seit zehn Jahren gibt es nun dieses Ausbildungsseminar, das vom Pastoralamt der Diözese Graz-Seckau, dem Diözesanmuseum Graz und von „Kirchen Kultur Graz“ auf die Beine gestellt wird. „Rund 180 Frauen und Männer haben seit Beginn daran teilgenommen und sind in 116 Pfarren ehrenamtlich aktiv und engagiert. Ihnen allen möchten wir am Sonntag im Rahmen von ‚Kirch’n schau’n!‘ auch ein Dankeschön aussprechen“, betont Getraud Schaller-Pressler und fügt hinzu: „Sie sind es nämlich, die das ganze Jahr über Begeisterung für die Schätze in den Kirchen wecken, die vieles Interessante zu wissen und vor allem auch zu vermitteln versuchen.“ Wer sich für eine solche Tätigkeit beziehungsweise die Ausbildung dazu interessiert, der wird, so das Organisatoren-Team rund um Schaller-Pressler, mit offenen Händen aufgenommen. Wenn sich also am bevorstehenden Wochenende an vielen Orten des Landes die Kirchen auch außerhalb der Messzeiten füllen, dann haben Gertraud Schaller-Pressler, Heimo Kaindl und Sabine Petritsch einen Gutteil ihrer persönlichen Begeisterung für die sakralen Kostbarkeiten übertragen können: „,Das Auge sieht, was es sucht‘, heißt es doch. Wir möchten mit diesem Angebot, das auch 2016 eine Fortsetzung finden soll, auf die Schönheit der Kirchen in unserem Land hinweisen und Menschen zum Staunen bringen.“

 

Kirch’n schau’n!

Den steirischen KunstWerkKirche-Kirchenführern ist es ein Anliegen, die Schätze der Vergangenheit und der Gegenwart interessierten Menschen zu erschließen und den Blick für den Glauben und das Leben der Menschen in einer bestimmten Region zu öffnen. Aus diesem Grund laden sie am Sonntag, 18. Oktober 2015 erstmals zum „Kirch’n schau’n“ in der Steiermark ein: In 80 Pfarren gibt es jeweils um 11.30 Uhr und 15.30 Uhr die Möglichkeit sich fachkundig führen zu lassen – und zwar von diözesan ausgebildeten KunstWerkKirche-Kirchenführern. Eintritt frei! Welche Pfarren teilnehmen und weitere Infos sowie Infos zum diözesanen Ausbildungsseminar KunstWerkKirche finden Sie unter: www.kunstwerkkirche.at

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