Seinen Platz gefunden

Der Bauernbund Murtal ließ die Korken knallen und feierte seinen Bauern des Jahres, Wanderimker Jacek Wojciechowski aus St. Lorenzen bei Knittelfeld.

In besonderer Feierlaune zeigte sich der Bauernbund Murtal, denn der Titel des Bauern des Jahres 2018 ging an Jacek Wojciechowski aus St. Lorenzen bei Knittelfeld. Denn Bezirksobmann Leo Madl lud alle Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Bezirk, die im Vorjahr von NEUES LAND porträtiert worden waren, zu einem gemütlichen Beisammensein im Restaurant Seiger ein. Natürlich überreichte er auch ein paar Überraschungen. Besonders freute sich der Sieger über sein Jausenbrett in Form der Steiermark, denn der gebürtige Pole hat nun endlich – wie er sagt – seinen Platz im Leben gefunden.

Mit Leidenschaft

Der Bauer des Jahres: „Mir bedeutet dieser Sieg wirklich sehr viel. Mit meinen Bienen bin ich oft in ganz Österreich unterwegs. Wenn ich dann abends nach St. Lorenzen zurückfahre, habe ich wirklich das Gefühl nach Hause zu kommen.“ Er ist Wanderimker mit Leib und Seele und bewirtschaftet 480 Bienenvölker, mit denen er 30 bis 40 Tonnen Honig pro Jahr produziert. Er lebt mit seiner Familie seit sechs Jahren in der Steiermark und hat die Leidenschaft für die Bienen schon früh entwickelt. „Mein Vater war Agraringenieur auf einem Großbetrieb in Polen und hat mich oft zur Arbeit mitgenommen. Am meisten haben mich immer die Imker des Betriebes fasziniert.“

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Er sieht seinen Beruf als Abenteuer, denn er ist viel unterwegs und unternimmt so einiges auch nebenbei. Langweilig wird ihm dabei nie. Beispielsweise besucht er im Laufe des Jahres einige Messen und Konferenzen und ist auch als Übersetzer – schließlich spricht er mehrere Sprachen fließend – für einen polnischen Anbieter von Imkereibedarf tätig. Im März dieses Jahres hat er einen ganz besonderen Ausflug nach Griechenland vor. Er wird vier Tage als Imkerei-Berater für die christlich-orthodoxe Mönchsrepublik am heiligen Berg Athos in Griechenland arbeiten. Mit einem Kollegen wird er den Mönchen die wichtigsten Neuerungen in der Honigproduktion und der Bienenzucht näher bringen.

Genetik

Als zweites Standbein möchte er in diesem Jahr die Königinnenzucht ausbauen, denn gute Genetik aus der Steiermark ist, wie der Imker-Profi meint, immer gefragt. Der Bauer des Jahres abschließend: “Es freut mich, dass die Imkerei in der Landwirtschaft wieder einen relativ hohen Stellenwert bekommt. Viele Bauern freuen mich wenn sie mich sehen. Die Biene ist eines der wichtigsten Tiere für die Landwirtschaft und ich möchte mein Handwerk mit viel Respekt zur Tradition in der Zukunft weiter führen.”

Beitragsbild: Landeskammerrat Matthias Kranz, Bezirksobmann Leo Madl, Natalia und Jacek Wojciechowski, Ortsgruppenobmann Michael Puster, Bezirksbäuerin Marianne Gruber, Landeskammerrat Martin Kaltenegger, Bundesrat Bruno Aschenbrenner. Foto: Matzer Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

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