Leserreise: Hohe Berge und guter Wein

von NEUES LAND

Das Interesse an der diesjährigen NEUES LAND-Leserreise nach Georgien war wieder sehr groß, das Programm sehr abwechlsungsreich.

Am Kleinostersonntag begann die diesjährige NEUES LAND-Leserreise. Das Ziel war Georgien. Nach dem Flug von Wien-Schwechat mit einem Zwischenstopp in Istanbul wurde die 44 Steirer in Tiflis von der örtlichen Reiseleiterin Ana Furzeladse in Empfang genommen. Am darauffolgenden Tag wurde Tiflis, die Hauptstadt von Georgien, zu Fuß erkundet. In der im 4. Jahrhundert nach Christus gegründeten Stadt leben 1,3 Millionen Menschen – mehr als ein Viertel knapp vier Millionen Einwohner Georgiens.

Anschließend startete bereits die Erkundung des Landes, seiner Landschaften, Kulturdenkmäler und der Landwirtschaft. Zuerst ging`s Richtung Osten nach Kachetien – knapp an die aserbaidschanischen Grenze. Unterwegs wurde ein historisches Nonnenkloster in Bodbe besichtigt. Das Christentum nahm seinen Weg von Armenien kommend über Georgien in Richtung Europa. Im Gegensatz zu Österreich ist die Säkularisierung rückläufig und die christlich orthodoxe Gesellschaft ist sehr gläubig.

Wein und Milch

In Lagodechi besichtigten die Steirer den einzigen biologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieb Georgiens mit 180 Milchkühen und einer bewirtschafteten Fläche von 1200 Hektar. Natürlich wurden im Laufe der Woche auch mehrerer Weinbaubetriebe besucht. Georgien weist eine über 7000-jährige Weinbaugeschichte auf und ist damit die Wiege des weltweiten Weinbaus. Die Gruppe bekam spannende Einblicke in die Tradition der georgischen Weinherstellung. Hier findet die Vergärung vielfach in Tonamphoren statt und die Sorten sind keine international bekannten, sondern einheimische Rebsorten.

Nach einer abenteuerlichen Fahrt über den Kreuzpass, an Gudauri vorbei nach Norden bis an die russischen Grenze zu einem der höchsten Berge im Großen Kaukasus, dem 5047 Meter hohen Kasbek, ging es anschließend in Richtung Süden zurück. Dort wurden unter anderem in den Berg gebaute Höhlenstädte und die bereits in der Zarenzeit gegründete Kurstadt Borjomi erkundet und es wurde Einblick in das dörfliche Leben genommen.

Freundschaft

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich von Anfang an sehr gut verstanden. Sowohl während der Busfahrten als auch im Zuge der Mittag- und Abendessen, wo die herrliche Gastfreundschaft und köstliche Kulinarik genossen wurden, entwickelten sich zahlreiche nette Gespräche und Anekdoten wurden ausgetauscht.

Das abwechslungsreiche Land, das seit frühester Geschichte oftmals unter seiner Lage zwischen Russland, der Türkei, Aserbeidschan und der Nähe zum früheren Persien gelitten hatte, präsentierte sich bis auf den letzten Tag, der etwas verregnet war, von seiner besten und sonnigsten Seite. Bei traditioneller Tanz- und Gesangeskunst konnten sich die Reiseteilnehmer am letzten Abend bei Reiseleiterin Ana für die hervorragende Führung durch das Land bedanken. Mit zahlreichen bleibenden Erinnerungen kamen alle unbeschadet wieder in Österreich an.

 

Georgien

Georgien ist ein Staat an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien und hat 3,7 Millionen Einwohner. Die ehemalige Sowjetrepublik umfasst Bergdörfer im Kaukasus ebenso wie Strände am Schwarzen Meer. Die Hauptstadt von Georgien ist Tiflis. Weitere große Städte sind Kutaissi, Batumi und Rustawi. Die Größe beträgt 57.215 Quadratkilometer.

 

Leserreisen

Seit dem Jahr 2005 führt NEUES LAND alljährlich Leserreisen durch. Sie führten schon in viele Länder der Erde wie zum Beispiel nach Irland, Norwegen, Portugal, Spanien, Italien, Dubai, Südafrika, Kroatien, Montenegro, Schottland, oder Rußland. An diesen immer gut organisierten Reisen nehmen fast ausschließlich steirische Bauern und Bäuerinnen teil.

Text und Bilder: Max Habisch

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