Geringe Borkenkäfergefahr

Saftiger Fichtenwald

In große Teilen Österreichs hat der Borkenkäfer bereits enorme Schäden angerichtet, nicht so in der Steiermark.

Nahezu täglich gelangen neue Horrormeldungen verursacht durch den Borkenkäfer in die heimische Medienszene. Hauptbetroffen: die nördlichen und von massiver Trockenheit geplagten Bundesländern Österreichs. Alleine in Oberösterreich wird davon ausgegangen, dass die Schadholzmenge des Vorjahres noch deutlich übertroffen wird. Experten rechnen mit mindestens einer Million Festmeter Schaden durch den intensiven Befall.

Regen hilft

Ganz anders hingegen ist die Situation in der Steiermark. Die für die nächsten Tage prognostizierte Hitzewelle sieht Landesforstdirektor Michael Luidold gelassen: „Generell kann die Fichte gut mit hohen Temperaturen umgehen, wenn sie ausreichend mit Wasser versorgt ist.“ Und dies war im heurigen Jahr auch der Fall. Die enormen Niederschlagsmengen im April, Mai und Juni haben dazu geführt, dass die heimischen Fichtenbestände äußerst vital in den Hochsommer gingen. Luidold: „Und genau dadurch kann sich der Nadelbaum auch sehr gut gegen den Käfer wehren. Werden Fichte und Co angebohrt, verschließen diese das Loch sofort mit Harz.“ Die intensiven Regenfälle haben auch einen weiteren großen Vorteil für die heimischen Waldbesitzer, so der Landesforstdirektor: „Die Nässe führt dazu, dass es bei den Borkenkäferbruten zu starken Verpilzungstendenzen kommt – sie können nicht überleben.“ Das habe natürlich auch längerfristig eine wichtige Bedeutung. Nähere Informationen zum akutellen Befall findet man auf www.borkenkaefer.at

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Beitragsfoto: agrarfoto.com Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

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