Junglandwirte wählen neuen Präsidenten

Milchbauer aus Irland neu an der Spitze des europäischen Junglandwirteverbandes CEJA. Österreichs Jungbauern waren durch drei Delegierte vertreten.

Alle zwei Jahre wählen die Mitgliedsorganisationen des europäischen Junglandwirterates CEJA mit Sitz in Brüssel ein neues Präsidium. Die 32 stimmberechtigten Vereinigungen aus 24 Staaten wählten im Rahmen der obligatorischen Generalversammlung den irischen Milchbauern Alan Jagoe zum neuen Präsidenten der CEJA, die rund 2 Millionen Junglandwirte in der ganzen EU vertritt. Ihm stehen 4 Vizepräsidenten aus Polen, Italien, Finnland und Belgien zur Seite.

Kast: „Junglandwirte Top up ist Ergebnis eines europäischen Schulterschlusses“

Österreich ist im europäischen Junglandwirterat mit zwei Organisationen, der Landjugend Österreich und der österreichischen Jungbauernschaft, vertreten. An der Generalversammlung nahmen Bundesobmann Stefan Kast, Hermann Weiss (Landjugend Ö) und Jungbauern-Generalsekretär David Süß teil. Jungbauern-Chef Kast betont die Wichtigkeit der Lobbying-Arbeit für junge Bauern auch auf europäischer Ebene: „Erst durch einen Schulterschluss über alle Mitgliedsländer hinweg ist es gelungen, in der neuen GAP ein Top up für Junglandwirte in der 1. Säule zu verankern.“ In Österreich macht diese Bonuszahlung immerhin 71 Euro/ZA für maximal 40 Zahlungsansprüche aus. „Dieses Top-up ist eine völlig neue, zusätzliche Unterstützung. Sie kann bis zu 2800 Euro pro Jahr ausmachen, ein nicht unwesentlicher Beitrag für den Start in eine erfolgreiche Betriebsführung“ so Kast.
Aber nicht nur finanzielle Unterstützung ist notwendig, um einen optimalen Beginn der agrarischen Selbstständigkeit zu gewährleisten, auch über den Zugang zu Grund und Boden und sonstige Hemmschwellen wurde im Rahmen einer in Mailand von der EU-Kommission abgehaltenen Junglandwirte-Konferenz diskutiert.

Österreich hat die drittjüngste Landwirtschaft in der EU – Kast: „Top-Position ausbauen“

Bundesobmann Kast sicherte, gemeinsam mit den österreichischen Delegierten, dem neuen Präsidenten die volle Unterstützung für seine agrarische Arbeit zu. „Gemeinsam wollen wir es schaffen, den Beruf des Landwirts als Top Job für junge Menschen zu etablieren und somit Österreichs hervorragende Position in den Altersstatistiken zu halten“ so Kast, der als nächstes Ziel die Pole-Position ausgibt: „Österreich hat hinter Polen und Tschechien die drittjüngste Landwirtschaft in Europa, wir als Österreicher sind aber bestrebt, den ersten Platz zu ergattern!“

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