“Neue Märkte schaffen!”

Die Land&Forst-Betriebe der Steiermark stellen sich der Zukunft und setzen dabei auch auf den „Mut, Neues auszuprobieren“.

Im ehrwürdigen Rahmen des Augustiner Chorherrenstift Vorau stellte man sich dieser Tage bei einer Podiumsdiskussion der Land&Forst-Betriebe die wichtige Frage, ob die Waldbewirtschaftung mit Zielsetzung auf Holzproduktion noch zukunftsfähig ist. Unter der Leitung von BOKU-Wien-Vizerektor Gerhard Mannsberger diskutierten eine Reihe von hochrangigen, kompetenten Personen.

Martin Ozimic, Carl Prinz von Croy, Propst Gerhard Rechberger, OFR Herwig Schüssler, Gerald Plattner und Moderator Gerhard Mannsberger bei der Podiumsdiskussion

Martin Ozimic, Carl Prinz von Croy, Propst Gerhard Rechberger, OFR Herwig Schüssler, Gerald Plattner und Moderator Gerhard Mannsberger bei der Podiumsdiskussion. Foto: Norbert Weber

Mannsberger dazu einleitend: “Waldbesitzer müssen sich vielerlei Herausforderungen stellen. Die derzeitige Holzmarktsituation, insbesondere in Verbindung mit einem gravierenden Anstieg an Schadhölzern. Auch gibt es zunehmenden Druck seitens der Gesellschaft auf die Eigentümer und Bewirtschafter des Waldes.”

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Erneuerbare Energien

Croÿ sprach sich bei dieser Gelegenheit klar für die Diversifizierung als Chance aus. Dafür brauche es einen ganzheitlichen Blick auf Waldboden und Forstinfrastruktur sowie den Mut, etwas Neues auszuprobieren. Der Obmann: „Die Forcierung der erneuerbaren Energien darf als wirtschaftliches Standbein nicht außer Acht gelassen werden. Im Bereich der Freizeitwirtschaft wird es an uns liegen, die Themenführerschaft zu übernehmen. Und zu guter Letzt ist auch die Waldpädagogik eine Möglichkeit, zusätzliches Einkommen zu schaffen. Ziel der Diversifizierung unserer Betriebe muss es sein, für die erbrachten Leistungen auch neue Märkte zu schaffen und somit unabhängiger in unserem Wirtschaften zu sein.“

Rechberger erklärte, „die Kirche – und somit auch die Stifte – als Waldeigentümer sind besonders herausgefordert, verantwortungsvoll mit dem Wald als Lebensraum umzugehen. Aber auch sie stehen in einem Spannungsfeld, weil der Wald für viele die wichtigste wirtschaftliche Grundlage ist.“

Ozimic machte auf die vielfältigen und wichtigen Funktionen der rund 1,5 Millionen Hektar Waldfläche aufmerksam, die über die gesamte Steiermark verteilt ist. Aus vielöerlei Gründen müsse daher „der Schutz, die Bewirtschaftung und der nachhaltige Fortbestand von flächendeckenden Wäldern ein Anliegen sein.“

Beitragsbild: fotolia.com/itronic Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

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