Heu, Milch und Zirbe

von Karl Brodschneider

Der Murtaler Landwirt Bernhard Leitold arbeitet beim Almabtrieb und Steirischen Milchfest mit und ist Gemeindebauernobmann in Gaal.

Am 7. September finden das Milchfest, der Almabtrieb und der Festakt „15 Jahre Heumilch“ in Gaal statt. Die Pressekonferenz dazu gab`s auf dem Bauernhof Leitold. Das war kein Zufall. Erstens kommt das wertvolle Fleckviehzuchtkalb – der Hauptpreis bei der großen Verlosung – von diesem Betrieb. Zweitens ist Bernhard Leitold seit jeher Heumilch-Bauer. Und drittens ist er als Gemeindebauernobmann bei der Fest-Durchführung voll involviert.

Junger Bauer

Schon im Alter von 21 Jahren übernahm der heute 50-jährige Murtaler den elterlichen Betrieb. 1995 heiratete er seine Gattin Alexandra. Zwei Söhne wurden geboren. Markus ist Tischler und Baggerfahrer, Florian ist land- und forstwirtschaftlicher Facharbeiter und arbeitet daheim voll mit.

Erfolgreich im Stall

Zu tun gibt`s genug. „Es ist ein ständiger Kampf, dass man noch als Vollerwerbsbetrieb bestehen kann“, sagt Bernhard Leitold. Rückblickend war der Stallneubau im Jahr 2007 für ihn und seine Familie fast eine Jahrhundert-Entscheidung. „Hätten wir nicht neu gebaut, dann hätten wir heute wohl kein Vieh mehr am Hof“, glaubt er. Aber so ist es anders gekommen. „Wir hatten vor zwölf Jahren 15 Kühe mit knapp 7000 Kilo Stalldurchschnitt. Im Jahr 2018 hatten wir mit 46 Fleckvieh-Milchkühen schon einen Stalldurchschnitt von 10.634 Kilo bei 3,93 Prozent Fett und 3,53 Prozent Eiweiß.“

Mit dem neuen Stall – vor vier Jahren kam auch eine Photovoltaikanlage auf das Dach – wurde auch die Qualitätsprämierung immer erreicht – elf Jahre in Folge immer unter 100.000 Zellzahl und unter 50.000 Keimzahl. Zudem zählte der Betrieb Leitold in den letzten fünf Jahren immer zu den „Top Herde Steiermark“-Betrieben.

Sein Lieblingsplatz – vor allem im Winter – ist die Drechselbank, sein bevorzugtes Holz die Zirbe. Vorerst heißt`s aber beim Fest kräftig anpacken. Für ihn und die Gaaler ist das aber anscheinend kein Problem. „Da halten wir alle zusammen!“, betont Bernhard Leitold stolz.

 

Beitragsfoto: Brodschneider

 

 

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