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Herzstillstand: Wenn das Herz aussetzt

von NEUES LAND

Bei einem plötzlicher Herzstillstand können unmittelbare Wiederbelebungsmaßnahmen Leben retten. Es gibt Equipment für ein Training.

Rund um den Tag der Wiederbelebung am 16. Oktober, international als „World Restart A Heart Day“ bekannt, wird weltweit auf die Bedeutung und das Handeln bei einem plötzlichen Herzstillstand aufmerksam gemacht. Gerade in Zeiten einer Pandemie scheint es umso wichtiger, das Wissen und die Kompetenz, im Notfall selbst handeln zu können, zu stärken.

Jeder zehnte Mensch in Österreich erleidet im Verlauf seines Lebens einen unerwarteten Herzstillstand. Dass nur zehn Prozent dieses Ereignis überleben, lässt sich positiv durch sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen beeinflussen. So könnten österreichweit rund 1.000 weitere Leben gerettet werden.

Selbstraining

Die Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin AGN unter der fachlichen Leitung von Simon Orlob macht daher auf das Selbsttrainingsangebot aufmerksam: „Seit dem Sommer letzten Jahres sind in allen Grazer Stadtbibliotheken Wiederbelebungspuppen mit Übungsanleitung verfügbar.“ Auf diese Weise können interessierte Personen selbstständig Wiederbelebung lernen oder diese Fertigkeit verbreiten.

„Der plötzliche Herzstillstand passiert sehr häufig im Beisein von engen Angehörigen. Hier schnell mit den einfachen Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen, kann entscheidend sein“, sagt Gerhard Prause, erfahrener Notfallmediziner der Med Uni Graz. In einem Videointerview ( https://youtu.be/oFuNa29b-tk) erzählt ein Familienvater aus der Weststeiermark offen seine Erfahrung eines plötzlichen Herzstillstandes, den er dank unmittelbarer Wiederbelebungsmaßnahmen seiner Familienangehörigen überlebt hat.

Was ist im Notfall zu tun?

Ein Herzstillstand liegt vor, wenn eine Person keine normale Atmung hat und nicht reagiert. Feststellen kann man dies, indem man versucht, die Person durch Schütteln aufzuwecken und das Ohr über Mund und Nase der Person hält. Auf diese Weise kann man hören und fühlen, ob die Person atmet; zusätzlich kann man sehen, ob sich der Brustkorb mit der Atmung hebt und senkt. Folgenden Schritte sind dann durchzuführen:

  • Notruf 144 rufen.
  • Kräftig und schnell in die Mitte des Brustkorbs drücken, etwa 100 mal pro Minute.
  • Falls ein Defibrillator vorhanden ist, einschalten und die Anweisungen befolgen.

Beitragsfoto: kk

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