Weichberger

Diabetes und Sport

von NEUES LAND

Aktiver Lebensstil: Eine App soll Diabetikern nun ein smartes Blutzuckermanagement beim Sport ermöglichen.

Diabetes und Sport schließen sich nicht aus, ganz im Gegenteil. Bewegung trägt maßgeblich zum Therapieerfolg bei. Wie Studienergebnisse zeigen, kann ein aktiver Lebensstil die Risiken von Begleiterkrankungen senken. Die Kombination von sportlicher Betätigung und Diabetes mellitus Typ 1 braucht allerdings ein gutes Blutzuckermanagement. Neue, moderne Möglichkeiten dafür zu eröffnen, das steht im Zentrum der Forschung eines Teams an der Med Uni Graz gemeinsam mit internationalen Kollegen.

Dabei verfolgen die Forscher Othmar Moser, Max Eckstein, Harald Sourij und Julia Mader das Ziel, Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 das sichere Sporttreiben ohne gefährliche Blutzuckerschwankungen zu ermöglichen. „Wie bei den meisten chronischen Erkrankungen ist ein aktiver Lebensstil wichtig, um ein langes und nahezu gesundes Leben ermöglichen zu können. Mit unserem Wissen möchten wir einen wichtigen Impuls zur weltweiten Verbesserung der Therapieempfehlungen liefern, sodass die Empfehlung zu sportlicher Aktivität in den Therapieplan von Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 als fixer Bestandteil integriert werden kann“, erklärt Othmar Moser.

zusätzliches Insulin

Die Wissenschafter zeigen auf, ab welchem Glukosewert es notwendig ist, während sportlicher Betätigung zusätzliches Insulin zuzuführen. Ebenso wird empfohlen, bei welchem Blutzuckerwert es notwendig ist, eine bestimmte Menge an Kohlenhydraten, abhängig vom Glukosewert, zuzuführen. All diese Maßnahmen dienen dazu, dass es beim Sport nicht zu einer gefährlichen Entgleisung der Blutzuckerwerte kommt.

Personalisierung

„Bei der Erarbeitung der Richtwerte haben wir großen Wert auf personalisierte Medizin gelegt, um eine möglichst große Gruppe zu erreichen“, beschreibt Othmar Moser. So differenzieren die Wissenschafter zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie innerhalb dieser Altersgruppen unter verschiedenen Risikogruppen. Das Blutzuckermanagement soll über eine App erleichtert werden, die von den Grazer Wissenschaftern gerade gemeinsam mit Kollegen vom King’s College in London entwickelt wird.

Beitragsbild: Dudarev Mikhail – stock.adobe.com

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