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Heimische Geflügelprodukte sind beliebt

von NEUES LAND

Das Osterfest naht, die aktuelle Situation ist herausfordernd. Vieles wird heuer anders, eines bleibt aber gleich: heimische Geflügelprodukte sind beliebter denn je.

Die Nachfrage nach heimischen Geflügelprodukten aus der Steiermark erreicht neue Höchstwerte. Das hat viele Gründe. Zuerst einmal ist das fettarme und leicht verdauliche Geflügelfleisch in einer Zeit, in der immer mehr Menschen gesteigerten Wert auf gesunde Ernährung legen, die ideale fleischliche Eiweißquelle. Auch als Lieferant von Eisen, Zink und Kalium ist Geflügelfleisch die erste Wahl. Ganz besonders hoch im Kurs sind angesichts des nahenden Osterfestes natürlich die Eier. Sie sind wahre Nährstoffbomben und enthalten wertvolles Eiweiß mit einer hohen biologischen Wertigkeit, das vom Körper sehr gut in umgewandelt werden kann. Auch eine ganze Palette von Vitaminen finden sich im Ei. Daneben noch Kalzium, Phosphor, Eisen sowie Natrium und Kalium – alles Mineralstoffe, die unser Körper täglich braucht. Der Eidotter enthält noch zusätzlich wertvolle Fettsäuren.

Gute Argumente

Extrem gute Argumente also für das Ei. Anton Koller, Geflügelreferent der Landwirtschaftskammer Steiermark, hat noch ein paar ganz praktische: „Eier lassen sich auch von gastronomischen Laien einfach und schnell zu einer feinen Mahlzeit zubereiten und sind extem nahrhaft. Sie sind gerade in Zeiten, in denen viele Menschen daheim bleiben müssen sehr gefragt.“ Eier gehören zu den klassischen Lebensmitteln, die man sich in Krisenzeiten auf Lager legt. Das merken auch die heimischen Produzenten, wie Anton Koller bestätigt. Er geht davon aus, dass in nächster Zeit die Nachfrage nach heimischen Eiern das Angebot übersteigen wird. Was aber nichts an den langfristigen Herausforderungen ändert. „Gerade bei verarbeiteten Lebensmitteln oder in unzähligen Großküchen wird oft immer noch auf importierte Ware zurückgegriffen“, weiß Anton Koller. „Langfristiges Ziel muss es sein, die Grundversorgung mit heimischen Eiern und Geflügelfleisch in sämtlichen Bereichen zu gewährleisten. Jetzt wäre eine gute Zeit dafür, die Weichen in diese Richtung zu stellen.“

 

Drei Fragen an:

Anton Koller, Geflügelreferent der Landwirtschaftskammer Steiermark

Geflügelexperte Anton Koller

 

Wie gut sind die heimischen Eierproduzenten aufgestellt?

Anton Koller: Wir produzieren in Österreich jährlich mehr als zwei Milliarden Eier. Das bedeutet eine Selbstversorgungsquote von 86 Prozent. Der heimische Lebensmitteleinzelhandel bietet ausschließlich heimische Ware an. Importprodukte kommen vor allem in der Lebensmittelindustrie und der Gastronomie zum Einsatz. Hier muss sich bei der Transparenz noch etwas tun.

 

Inwieweit wirkt sich die aktuelle Situation auf das Ostergeschäft aus?

Koller: Nachdem die Gastronomie heuer ausfällt, verlagert sich der Eierkonsum voll auf die privaten Haushalte. Da sorgt der Handel dafür, dass die Ostereier auch heuer wieder aus heimischer Produktion kommen. Allerdings rechnen wir damit, dass etwas weniger gefärbte Eier verkauft werden. Die Leute haben heuer vielleicht Zeit, die Ostereier selbst zu färben.

 

Apropos: wie macht man Ostereier richtig?

Koller: Da gibt es verschiedene Varianten. Die Eier dürfen nicht zu frisch sein, am besten man lässt diese zuvor 14 Tage in der Speisekammer, oder eben im Kühlschrank reifen. Mein Rezept: Die Eier  müssen Zimmertemperatur haben. Dann ins noch kalte Wasser legen und nicht zu lange kochen lassen. Je nach Größe etwa sieben bis maximal elf Minuten, da ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Gefärbt wird ganz naturnah mit Zwiebelschalen, Rote Rüben und vielem mehr, je nach gewünschter Farbe. Eier mit Essigwasser reinigen, damit die Farbe besser hält. Einen Sud kochen, abseien und die Eier dann direkt im Farbsud kochen oder bereits gekochte Eier in den Sud legen. Danach trocknen lassen und mit Fett polieren.

 

Beitragsfoto: agrarfoto.com

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