Für den Fall der Notfälle

von Gernot Zenz

Auch wenn wir es uns schwer vorstellen können: gerade im Winter kann es zu Notsituationen kommen, etwa längere Stromausfälle oder Schneekatastrophen. Deshalb sollte man immer dafür gerüstet sein.

Ein Notvorrat, der für etwa zwei Wochen reichen sollte – dazu rät der Zivilschutz. Wichtig ist eine ausgewogene Mischung von lange haltbaren Lebensmitteln, um in Notzeiten gesund zu bleiben. Unser Körper braucht normalerweise etwa 60 Prozent Kohlenhydrate, zehn bis 15 Prozent Eiweiß, der Rest sollten Fette sein. Natürlich sind auch Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe wichtig. Für Kohlenhydrate sorgen Reis, Teigwaren, Haferflocken, Zwieback, verpacktes und lang haltbares Brot, zum Beispiel Knäckebrot, aber auch Honig oder Zucker. Eiweiß ist in Haltbarmilch, Dosenfisch und -fleisch, Wurst oder Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Linsen enthalten.

Für die Fettversorgung eignen sich vor allem Speiseöle. Zusätzlich sind auch Dosengemüse, Dörrobst oder auch Snacks, zum Beispiel Nüsse, ratsam. Futtervorrat für eventuelle Haustiere nicht vergessen. Allerdings ist ohne Wasser der beste Lebensmittelvorrat relativ sinnlos, weil der menschliche Körper nur wenige Tage ohne das kostbare Nass durchhält. Zweieinhalb Liter pro Person und Tag sollten kalkuliert werden. Auch Fruchtsäfte können hilfreich sein. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass man Wasser nicht nur Trinken und dem Zubereiten von Essen braucht, sondern auch für die Hygiene. Dafür sind noch zusätzlich etwa zwei Liter Wasser pro Person und Tag zu berücksichtigen. Wichtig ist ein Gaskocher und ausreichende Gasvorräte.

Medikamente und Energie im Notvorrat

Auch eine gut ausgestattete Hausapotheke kann wertvolle Dienste leisten, falls man längere Zeit nicht außer Haus kann, um im Bedarfsfall einen Arzt aufzusuchen. Alle Medikamente, die regelmäßig genommen werden müssen, müssen drinnen sein. Wichtig sind auch Mittel gegen Durchfall, Verstopfung, Schmerzmittel, Fieber sowie Desinfektionsmittel. Nicht vergessen, regelmäßig auf das Verfallsdatum zu achten. Ausreichend Pflaster und Verbandsmaterial ist ebenfalls wichtig. Schere und Pinzette sowieso. Hygiene- und Körperpflegeartikel sowie WC-Papier sollten auch immer auf Vorrat im Haus sein.

Ein Notvorrat sollte im Haushalt vorhanden sein. Foto: photka-stock.adobe.com

Für den Fall eines längeren Stromausfalls sollten genügend Batterien für Taschenlampen und ein Batterieradio gelagert werden. Dieses ist besonders wichtig, um eventuell wichtige Meldungen der Behörden empfangen zu können. Auch die Verbindung mit der Außenwelt muss gehalten werden. Eine volle Powerbank für das Handy kann hier wertvolle Dienste leisten. Übrigens gibt es auch diverse Notfall-Ladegeräte für Mobiltelefone, die mit Solartechnik oder sogar Handkurbel die benötigte Energie bereitstellen sollen. Ausschließlich auf diese verlassen sollte man sich aber nicht.

Beitragsbild: Patrick Neves-stock.adobe.com

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