Parktherme

Ski – aber heil!

von Gernot Zenz

Hochsaison auf und abseits der Pisten ist auch Hochsaison in den Unfallspitälern. Hier zur Erinnerung die wichtigsten Sicherheitsregeln auf der Piste.

Jeder Wintersportler hat schon einmal etwas von ihnen gehört, sie beim Skikurs oder wo auch immer sogar gelernt – und dann ganz schnell wieder vergessen: die FIS-Verhaltensegeln. Zur Erinnerung die Kurzversion dieser Sicherheitsregeln auf der Piste: Rücksichtnahme ist die erste Regel. Jeder Pistenbenutzer muss sich so verhalten, dass er niemand sonst gefährdet oder schädigt. Die zweite Regel verlangt das auf Sicht Fahren und die Anpassung der eigenen Geschwindigkeit an Pisten- und Wetterverhältnisse. Der von hinten Kommende muss seine Fahrspur so wählen, dass er den vor ihm fahrenden nicht gefährdet. Das ist die dritte FIS-Regel.

Regel vier besagt, dass beim Überholen immer genug Sicherheitsabstand eingehalten werden muss. Beim Anfahren immer nach oben und unten schauen, ob der Weg frei ist, lautet Regel Nummer fünf. Nicht an engen oder unübersichtlichen Stellen stehenbleiben und beim Auf- oder Absteigen ohne Ski oder Snowboard immer den Rand der Piste benutzen sind Regeln sechs und sieben. Markierungen, Warnschilder und sonstige Zeichen auf der Piste beachten ist Regel Nummer acht. Hilfeleistung bei Unfällen ist für alle Pflicht, besagt Regel Nummer neun. Die zehnte dieser Sicherheitsregeln auf der Piste verlangt, dass jeder, egal ob Unfallbeteiligter oder Zeuge, seine Personalien angeben muss.

Lawinenunfälle vermeiden

Aus traurigem Anlass, weil es in dieser noch jungen Wintersportsaison bereits die ersten Lawinenopfer gegeben hat, einige wichtige Hinweise für den Skispaß abseits der Piste. Dass man niemals in einen gesperrten Hang einfahren darf, sollte jedem einleuchten. Ebenso dass jede Lawinenwarnung unbedingt zu beachten ist. Aber auch bei ungesperrtem Hang kann das Tiefschneevergnügen tragisch enden. Besonders gefährlich ist Triebschnee. Darunter versteht man Schnee, der vom Wind verblasen wird und der sich an einer windgeschützen Stelle sammelt und besonders leicht abgeht. Er ist durch seine wellenartige Struktur zu erkennen. Auf keinen Fall in solche Bereiche einfahren. Faustregel: je steiler der Hang, desto eher können sich Lawinen lösen. Übrigens ist die Schneelage alleine kein Indikator für die Lawinengefahr. Auch bei dünner Schneedecke können sich gefährliche Lawinen lösen. Grundsätzlich gilt: je höher die Lawinenwarnstufe (von eins, also gering, bis fünf, sehr hoch), desto flacheres Gelände suchen und weiter weg von Steilhängen bleiben.

Auch Rinnen und felsiges Gelände meiden. Auch Übergänge von niedriger zu höheren Schneelagen können gefährlich sein und sollten umfahren werden. Natürlich ist gerade für Freerider und Tourengeher die entsprechende Ausrüstung notwendig. Lawinenpieps, Lawinensonde und -schaufel und natürlich ein Handy für das Absetzen des alpinen Notrufs (140) oder des Europa-Notrufs (112) sollten immer dabei sein. 

Beitragsbild: CandyBox Images-stock.adobe.com

 

 

 

 

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