Lichterglanz ohne Blaulicht

von NEUES LAND

Spielsachen können durchaus Unfallgefahren bergen. Der Verein „Große schützen Kleine“ gibt Tipps für kindersichere Geschenke.

Das Christkind kommt bald. Und damit finden sich auch viele Geschenke für die Jüngsten unter dem Christbaum. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn Spielsachen können durchaus ein Gesundheitsrisiko bergen. Kinder erkunden ihre Umwelt mit allen Sinnen, je nach Alter auch mit dem Geschmackssinn. „Bei kleinem Spielzeug beziehungsweise Teilen davon besteht die Gefahr des Verschluckens, im Hals Steckenbleibens oder Einatmens. Auch Schnitt- und Fleischwunden kommen häufig vor. Besondere Vorsicht gilt bei batterie- oder strombetriebenen Spielsachen“, warnt Holger Till, Präsident des Vereins „Große schützen Kleine“ und Vorstand der Grazer Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie. Jüngere Kinder sind besonders gefährdet. Sie stecken Kleinteile – auch solche, die sich von größeren Spielsachen ablösen – oftmals in Nase und Ohren oder verschlucken sie.

Unbemerkt

„Durch Einatmen können kleine Gegenstände – oft von den Eltern unbemerkt – sehr tief in die Lunge oder in die Bronchien gelangen. Auch wenn das Kind anfangs beschwerdefrei ist, entwickelt sich nach wenigen Tagen ein unerklärlicher Hustenreiz. Gibt es keine weiteren Symptome, die auf eine Erkältung hinweisen, bitte den Arzt aufsuchen und die Lunge kontrollieren lassen“, betont Till.

Hat das Kind ein Kleinteil verschluckt, wird dieses in der Regel über den Magen-Darm-Trakt ausgeschieden. Verbleiben die Teile aber im Magen, ist eine medizinische Behandlung erforderlich. Unbedingt zum Arzt oder ins Spital müssen Kinder, wenn sie Batterien, Magnete oder Münzen geschluckt haben. Bei metallischen Gegenständen ist die Form und Lage ausschlaggebend, ob der natürliche Abgang abgewartet werden kann.

 

Sicherheitstipps

  • Auf Spielzeug mit Knopfbatterien lieber verzichten – bei Verschlucken besteht Lebensgefahr.
  • Kaufen Sie für unter 3-Jährige kein Spielzeug, das kleiner als ein Tischtennisball ist.
  • Achten Sie auf Prüfsiegel wie  „GS“, „Toxproof“, „TÜV“ oder „Spielgut“.
  • Suchen Sie bei Spielzeug mit Farbüberzug nach Hinweisen zur Speichel- und Schweißechtheit!
  • Unangenehm stechende oder beißende Gerüche weisen auf gefährliche Inhaltsstoffe hin.
  • Elektrospielzeug, das auf 220 Volt Netzspannung läuft, ist höchstgefährlich! Die maximale Betriebsspannung sollte bei 24 Volt liegen.

Beitragsbild: stock.adobe.com

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