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Verlustersatz für Schweinebauern

von Karl Brodschneider

Die Bundesregierung verlängerte den „Verlustersatz“ und schnürte für die Schweinebauern ein Paket in der Höhe von 20 Millionen Euro.

 

Zusätzlich zu oftmals ohnehin schwierigen Rahmenbedingungen hat die Corona-Krise einzelne landwirtschaftliche Bereiche besonders schwer getroffen.  Das ist auch darin begründet, dass die Gastronomie und Hotellerie schließen musste. Zum Teil sind die Umsatzeinbußen und Verluste existenzbedrohend. Mit dem „Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft“ verlängert man nun eine wirksame Maßnahme zur Unterstützung der Bäuerinnen und Bauern. Das kündigte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger an.

Voraussetzungen

Der Verlust wird für die Betriebszweige einzeln pauschal berechnet. Ist ein Verlust von mindestens 30 Prozent des Deckungsbeitrages gegeben, werden 70 Prozent des errechneten Verlustes als Zuschuss gewährt. Es handelt sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.  Aktuell kann dieser Verlust für die Produktionskategorien Schweinemast und Zuchtsauenhaltung des Betriebszweiges Schweinehaltung nachgewiesen werden. Die Berechnung wird pauschal durch die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen vorgenommen. Exakte Beträge je Mastschwein oder Zuchtsau werden im April 2022 vorliegen. Das Gesamtvolumen des nunmehr zweiten Pakets beträgt 20 Millionen Euro. Der Verlustersatz für die indirekt Betroffenen in der Landwirtschaft kann ab April 2022 beantragt werden.

Fleisch aus Deutschland

„Mit dieser Maßnahme schaffen wir es, den betroffenen Betrieben zumindest einen Teil ihres Einkommensverlustes der letzten Monate abzugelten. Damit können wir die angespannte Situation etwas entlasten“, erklärte Bundesministerin Elisabeth Köstinger. Und weiter: „Durch die Corona-Krise sowie die Schließung der Gastronomie und Hotellerie sind verlässliche Absatzwege weggebrochen. Zudem wurden wir durch die Schweinepest mit billigem Fleisch aus Deutschland förmlich überschwemmt. Ein ganzes Schwein aus Deutschland ist aktuell um 50 Euro günstiger als eines aus Österreich. Das führt dazu, dass unsere Schweinebauern seit Monaten nicht mehr kostendeckend produzieren können.”

Landesrat Hans Seitinger erklärte dazu: „Die Einkommensverluste für die Schweinebauern sind zurzeit enorm. Eine teilweise Abgeltung der Verluste durch den Bund ist daher eine dringliche Maßnahme, für die wir mit großem Einsatz gekämpft haben. Ich danke Ministerin Köstinger für dieses positive Signal!“

 

 

Beitragsbild: agrarfoto.com

 

 

 

 

 

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