Gemeinsam ist es günstiger

von Gernot Zenz

Markus Aichholzer, Chef von best connect, der führenden heimischen Energie-Einkaufsgemeinschaft für Landwirte und Unternehmer, über günstige Tarife, Nachhaltigkeit und anfängliche Ängste.

NEUES LAND: Was ist eine Einkaufsgemeinschaft für Strom?

Markus Aichholzer: Im Prinzip funktioniert eine Einkaufsgemeinschaft so, dass man den Bedarf von vielen zusammenfasst und mit dieser Menge und einer gewissen Marktkenntnis für jedes einzelne Mitglied dieser Gemeinschaft einen Vorteil lukriert, also einen besseren Preis.

NL: Und genau das macht best connect?

Aichholzer: Wir gehen da noch einen Schritt weiter. Eine einmalige Ersparnis, zum Beispiel durch einen Wechsel des Stromlieferanten, ist zwar gut und schön, aber gerade beim Thema Energie spart man nur dann wirklich, wenn diese Ersparnis über lange Zeit anhält. Meist ist es so, dass die günstigen Tarife beim neuen Lieferanten nur für ein oder zwei Jahre gelten und diese dann angehoben werden. Also müsste ich mich jedes Jahr um ein neues Angebot oder einen besseren Preis bemühen. Genau das machen wir für unsere Mitglieder und ermöglichen eine dauerhafte Ersparnis durch jährliche Verhandlungen mit Energieversorgern.

NL: Wie funktioniert das genau?

Aichholzer: Wir machen das nicht nur einmalig und überlassen dann das Mitglied sich selbst, wie das oft üblich ist, sondern beobachten und betreuen laufend die Verträge unserer Mitglieder. Wir wissen genau, wann Verträge auslaufen und kümmern uns völlig eigenständig um den jeweils optimalen Strom- und Gastarif. Dasselbe gilt übrigens auch für Einspeisetarife bei Photovoltaik-Anlagen.

NL: An wen wendet sich das Mitglied, wenn es etwas braucht?

Aichholzer: Wir sind der erste Ansprechpartner für das gesamte Thema Energie. Zähler An- und Abmeldungen, Übersiedelungen, Anmeldung von neuen Anlagen und vieles mehr übernehmen wir für unsere Mitglieder, sodass diese sich um nichts kümmern müssen. Wir bieten ein professionelles Energiebezugs-Management.

NL: Worauf legen Sie Wert bei der Auswahl der Energielieferanten?

Aichholzer: Abgesehen von den Tarifen ist es vor allem die Art der Energie. Wir haben seit unseren Anfängen 2001 auf das Thema saubere Energie gesetzt und vermitteln ausschließlich Strom aus Wasserkraft oder Ökoenergie. In unserem Portfolio gibt es weder Strom aus Öl noch aus Kohle. Genau das wollen unsere Mitglieder auch, speziell die aus der Landwirtschaft. Natürlich muss der Lieferant eine gewisse Größe haben, um die benötigten Energiemengen liefern zu können.

NL: Von wievielen Mitgliedern reden wir da?

Aichholzer: Wir bedienen derzeit insgesamt etwa 13.000 Mitglieder aus Österreich und Slowenien. Unser Service ist ausschließlich für kleine und mittlere Unternehmen sowie Betriebe aus der Landwirtschaft.

NL: Was kostet der Service von best connect?

Aichholzer: Das Mitglied bezahlt nur dann ein Erfolgshonorar an uns, wenn es spart. Für Mitglieder des Steirischen Bauernbundes und der Steirischen Jungbauern gibt es den vergünstigten Satz von 20 Prozent der erzielten Ersparnis statt üblicherweise 25 Prozent. Können wir keine Ersparnis lukrieren, kostet unser Service auch nichts. Der Kunde geht also kein Risiko ein.

NL: Welchen Aufwand hat man, wenn man Mitglied bei best connect werden will?

Aichholzer: Mitglied bei best connect zu werden, geht schnell und einfach. Wir benötigen eine ausgefüllte Vereinbarung und alles Weitere erledigen wir. Für eine Versorgung mit dem best connect Energielieferanten müssen auch keine Zähler ausgetauscht werden. Anfangs wurden wir noch gefragt, ob der Herd auch wieder gleich heiß wird. Diese Zeiten sind aber lang vorbei.

Weitere Informationen: www.bestconnect.info/jungbauern

Beitragsbild: best connect

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