Ein gelebter Traum

von NEUES LAND

Als es Romana Stoißer vor 37 Jahren der Liebe wegen auf einen Bauernhof verschlug, konnte sie noch nicht ahnen, dass sich damit eines Tages auch ihr ganz großer Kindheitstraum erfüllen würde – der eigene (Hof-)Laden.

Romana Stoißer hatte in jungen Jahren als gelernte Verkäuferin gearbeitet, „und das wollte ich eigentlich auch bleiben“, so die 57-jährige Bäuerin aus Lebring-St. Margarethen. Eigentlich. Denn als sie ihren zukünftigen Ehemann Franz kennenlernte war es um sie geschehen. Sie hängte ihren Beruf als Verkäuferin – vorerst – an den Nagel und stieg („wo die Liebe eben hinfällt“) als Quereinsteigerin in seinen Betrieb mit ein. „Wenn, dann mache ich das gleich richtig“, dachte sich die damals 20-Jährige. Als sich das junge Ehepaar dazu entschloss, von Rinder- auf Schweinemast umzusteigen, wurde ein neuer Stall gebaut und mit der eigenen Ferkelzucht begonnen. „Uns schwebte schon damals vor, unser Schweinefleisch und die Produkte davon selbst zu vermarkten“, so Romana Stoißer. „Da kam uns der Direktvermarktungs-Boom in den 1990er-Jahren gerade recht“.

Damit sah die fleißige Bäuerin und zweifache Mutter auch ihren lang gehegten Traum plötzlich wieder aufflackern. „Schon im Alter von zehn oder elf Jahren träumte ich davon, einmal mein eigenes, kleines Geschäft zu haben“. Diesen Wunsch erfüllte sich Stoißer schließlich mit ihrem Hofladen, den sie mittlerweile mit ihrer zweitältesten Tochter Doris gemeinsam führt. „Ich lebe mit unserem kleinen Laden meinen großen Traum. So kann ich Verkäuferin, Bäuerin, Hausfrau und Mutter in einem sein“, meint Stoißer, die auch zu Recht stolz von den Auszeichnungen erzählt, die sie mit ihren selbstgemachten Produkten bereits erhalten hat. So wurde etwa ihr Osterschinken bei der Steirischen Spezialitätenprämierung mit Gold ausgezeichnet. „Zu tun ist immer sehr viel, aber was einem Freude macht, gelingt meist auch“, so die Bäuerin, die den Betrieb alleine führt, weil ihr Mann Franz bereits in Pension ist. Er hilft aber mit, wo es geht, betont sie. „Die Direktvermarktung war die beste Idee, die wir – als doch sehr kleiner Familienbetrieb – je gehabt haben“.

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