Die besten Kürbiskernöle

von Karl Brodschneider

Die besten Kürbiskernöle des Jahres 2020 sind gekürt, über 500 verschiedene Kürbiskernöle wurden bewertet.

Mehr als 500 Produzenten nahmen an der diesjährigen Kürbiskernölbewertung teil. Die Prämierungsfeier am 13. März in der Stadthalle Fürstenfeld fiel aber dem Coronavirus zum Opfer. Drei Tage lang hatte die 100-köpfige Fachjury die 512 eingereichten Kürbiskernöle sensorisch auf Farbe, Geschmack, Reintönigkeit und Konsistenz getestet. Danach mussten die Öle im Labortest (Staatlich akkreditiertes Lebensmittelinstitut Wagner, Lebring) bestehen. Unglaubliche 62 Prozent oder 265 der 428 ausgezeichneten Kürbiskernöle erzielten bei diesem Landeswettbewerb die absolute Höchstnote.  „Die Kürbiskernöl-Seriensieger zeigen mustergültig vor, dass Top-Qualität Kontinuität hat“, freut sich die LK-Vizepräsidentin Maria Pein. Sieben Produzenten zählen zu den Kürbiskernöl-Seriensiegern: Sie erreichten bisher eindrucksvolle 20 Landesauszeichnungen en suite.

Die goldene Plakette

Alle ausgezeichneten Betriebe dürfen die Flasche mit der goldenen Plakette „Prämierter Steirischer Kernölbetrieb 2020“ kennzeichnen. Diese darf auf den Kürbiskernöl-Flaschen zusätzlich zur Herkunfts- und Qualitätsmarke „Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.“ (geschützte geographische Angabe) geführt werden. Somit sind die Qualitätsbetriebe für die Kernöl-Liebhaber auch leicht erkennbar.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Steirischem Kürbiskernöl g.g.A. und nach dem Abbau der Überläger wurden im Kürbisjahr 2019 die Anbauflächen auf 9.324 Hektar (plus 7,8 Prozent) ausgedehnt. Aber die Erträge 2019 blieben in der Steiermark im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen drei Jahre deutlich darunter. Eine kalte Anbauphase, Hagel- und Dürreschäden führten vor allem im Süden und Südwesten des Landes zu Ernteeinbußen. Der Hektardurchschnittsertrag belief sich im Jahr 2019 auf rund 624 Kilo. Übrigens: Für ein Liter Kernöl benötigt man zirka 2,5 bis 3 Kilo Kürbiskerne. „Die geernteten Kerne hatten erstklassige Qualität, die Kernölproduzenten haben diese perfekt in die Flasche gebracht“, unterstreicht der Obmann der steirischen Kürbisbauern, Franz Labugger. Und er erwartet: „Im Kürbisanbaujahr 2020 werden die Anbauflächen noch einmal steigen.“

Paul Kiendler, der Sprecher der Ölmüller in der Wirtschaftskammer, ortet eine zunehmende Kernöl-Nachfrage im In- und Ausland. Und weiter: „Die Lohnpressaufträge der bäuerlichen Vermarkter nehmen weiter zu. Die gewerblichen Ölmühlen erhöhen ihre Absätze auch auf den internationalen Märkten. Ein wichtiger Faktor für diese positive Entwicklung ist sicherlich auch, dass die Endkundenpreise für einen längeren Zeitraum stabil geblieben sind.“

Werbung, die auffällt

Wie in den letzten Jahren wird die Gemeinschaft der steirischen Kürbisbauern auch im Jahr 2020 Überraschungen präsentieren. Geschäftsführer Andreas Cretnik dazu: „Der erste Teil des Kernölkrimis, geschrieben von Robert Preiß, wurde erst kürzlich offiziell vorgestellt. Weitere Ausgaben werden 2020 folgen. Die Entwicklung des angekündigten Brettspiels, welches auch im Unterricht eingesetzt werden kann, hat begonnen und soll im Herbst fertig sein. Weiters wird es auch heuer den im Vorjahr so erfolgreich eingeführten Adventkalender geben. Im Sommer startet wieder gemeinsam mit der BIO Austria die bewährte Ice Surprise-Tour durch ganz Österreich. Eine Fortsetzung der Kooperationen im Sportbereich ist ebenfalls geplant. In den kräfteraubenden Sportarten American Football und Eishockey wird auch heuer wieder das Grüne Gold als Motor für Spitzenleistungen sorgen. Im Herbst findet als krönender Abschluss das Steirische Kürbiskernölchampionat in Bad Gleichenberg statt.“

Zötsch und Cretnik

Reinhold Zötsch folgt Andreas Cretnik als Geschäftsführer nach.

Cretnik wird allerdings nur mehr wenige Tage Geschäftsführer sein. Er wechselt Anfang April in den Vorstand der ALWERA-Gruppe. An seine Stelle tritt Reinhold Zötsch, bisher Marketingleiter von Kochen & Küche.

 

Beitragsfotos: LK/Danner

 

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