Neue Wege gehen

von Karlheinz Lind

Holz im Fahrzeugbau, ein Holzhochhaus mit 24 Stockwerken in Wien oder die Stofferzeugung aus Zellulose – die Bioökonomie, also der Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter, ist bereits angelaufen.

Die österreichische Land- und Forstwirtschaft ist Hauptbetroffener des Klimawandels, aber gleichzeitig auch ein wesentlicher Teil der Lösung. In den vergangenen Jahren hat der Sektor Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase gesetzt, nun richtet sich das Augenmerk darauf, mit der Bioökonomie aktiv zukunftsorientierte Antworten auf den Ausstieg aus dem Fossilzeitalter zu geben. Ein entsprechender Prozess wurde diese Woche bei einer Klartext-Veranstaltung der Landwirtschaftskammer (LK) Österreich unter dem Titel „Bioökonomie – Chancen aus Acker & Wald“ in Graz angestoßen, an der neben den Präsidenten der LK Österreich, Josef Moosbrugger, und der LK Steiermark, Franz Titschenbacher, auch zahlreiche Experten teilnahmen. Einig war man sich darin, dass im Sinne künftiger Generationen das Ende des fossilen Zeitalters unabdingbar ist, der Wandel alle Gesellschaftsschichten betreffen wird und es entsprechende politische Rahmenbedingungen für die Bioökonomie braucht.

Wertschöpfung

LK-Präsident Franz Titschenbacher ist überzeugt, dass landwirtschaftliche Urprodukte im Zusammenwirken mit der Wissenschaft und der Forschung ein sehr guter Weg zur Absicherung des Klimas, der nachfolgenden Generationen und der bäuerlichen Wertschöpfung sind. „Wie ein Projekt der Boku und der TU Graz mit Holz im Fahrzeugbau, das größte heimische Holzhochhaus mit 24 Stockwerken in Wien oder die Stofferzeugung aus Zellulose durch die Lenzing AG zeigen, ist Bioökonomie bereits Realität und in einigen Bereichen auf einem sehr guten Weg“, so der Präsident.

Moosbrugger ergänzt: „Unser gesamtes Wirtschaftssystem baut noch immer auf der Verwendung fossiler Rohstoffe auf, worin auch die Hauptursache der Klimakrise liegt. Wir leben auf Kosten der Natur und der Umwelt, hier braucht es klare Änderungen, um den Klimawandel zu bremsen – für die künftigen Generationen.“

Beitragsbild: LKÖ/Fiedler-Ferlin

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