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Beginn der neuen Periode

von Franz Tonner

Die Mitglieder der Kammervollversammlung wurden angelobt. Zutritt zur Konstituierung hatte man nur mit einem negativen Corona-Test.

Die Angelobung der 39 neu- und wiedergewählten Mitglieder der Kammervollversammlung wurde noch vom bisherigen Präsidenten Franz Titschenbacher durchgeführt, ehe die frisch Angelobten aus ihrer Mitte Präsident und Vizepräsident zu wählen hatten. Der Bauernbund als stimmenstärkste Partei – er erreichte bei der Kammerwahl 29 der 39 Mandate – nominierte den bisherigen Präsidenten Franz Titschenbacher und die bisherige Vizepräsidentin Maria Pein. Der geheime Wahlgang brachte ein eindeutiges Ergebnis: beide wurde mit nur zwei Gegenstimmen gewählt!

Angelobung

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer nahm die Angelobung von Präsident Franz Titschenbacher und Vizepräsidentin Maria Pein vor und dankte ihnen für das bisherige Wirken. Die Kammerführung habe sich unaufgeregt, aber ordentlich als Anwalt der Land- und Forstwirtschaft und des ländlichen Raumes für die Bäuerinnen und Bauern bestens eingesetzt. Franz Titschenbacher sei ein verantwortungsvoller Präsident, der in seinem persönlichen Lebensverhalten – ob in der Familie oder als Bürgermeister – stets Gemeinschaft und Solidarität gelebt hat. „Wer den Blick aufs Ganze nicht verliert, kann auch für den Teil mehr tun“, so Schützenhöfer.

Berufsbild

Der Landeshauptmann bezeichnete den Bauernstand als Berufsbild der Zukunft und hob die Bedeutung der kleinen und mittleren Betriebe hervor, die wesentlich für den Erhalt der Gemeinschaft im Dorf und die Versorgung in der Krise verantwortlich zeichnen. „Die Bedeutung von Klima und Regionalität ist in den Köpfen der Menschen angekommen und das Bewusstsein, dass ein Qualitätsprodukt mehr kostet, steigt zwar langsam, aber es steigt. Wir sollten essen, was wir haben und nicht die Teiglinge aus Asien, denn unsere Bauern decken jeden Tag unseren Tisch“, so Schützenhöfer. Und weiter: „Wir sind deshalb das Tourismusland Nummer eins, weil der ländliche Raum nicht verödet, sondern blüht – durch Bauernhand!“

Kein Populismus

Landesrat Hans Seitinger forderte mehr Gemeinsamkeit innerhalb der Fraktionen ein. „Das Image der Bauernschaft ist ein enorm wichtiges Kapital, das nicht am Altar des Populismus geopfert werden darf“ sagte der Landesrat, nachdem die Fraktion des Unabhängigen Bauernverbandes ohne ersichtlichen Grund aus der Kammervollversammlung ausgezogen war. Seitinger dankte seitens des Landes für die Arbeit der Kammer, die organisatorisch, beruflich und fachlich die Interessensvertretung für die 36.000 steirischen Betriebe bestens umsetzt. 

Hand ausgestreckt

Präsident Titschenbacher streckte die Hand allen aus, auch denen, die ihn nicht gewählt haben. Er möchte die Landeskammer als zukunftsweisenden Dienstleister stärken und er sieht sie als verlässlichen Wegbegleiter für Beratung, Bildung, Versuchswesen, öffentliche Kommunikation und den Förderbereich – zuverlässig, kompetent und nachhaltig. Inhaltlich zog der Präsident einen breiten Bogen vom Vertragswasserschutz über die Agrarreform bis hin zur Digitalisierung und bestärkte seine Themen aus dem Wahlkampf.

Abschließend ersuchte Präsident Titschenbacher um eine gemeinsame Arbeit in der Landeskammer, um das gemeinsame Ziel, den land- und fortwirtschaftlichen Betrieben in der Steiermark Wertschöpfung und Familieneinkommen zu ermöglichen und der Jugend Perspektiven und Zukunft zu vermitteln, auch umsetzen zu können.

Im Anschluss wurden die Mitglieder in die insgesamt 14 Ausschüsse gewählt (Näheres unter www.stbb.at). Der bisherige Kammerobmann der Südoststeiermark, Günther Rauch, wurde einstimmig zum Seniorenvertreter gewählt.

Beitragsfoto: LK/Danner

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