Weichberger

Bauer der Woche: Stephan Hiden

von NEUES LAND

Weinbauer Stephan Hiden über den schmalen Grat zwischen traditioneller Landwirtschaft und weltlichen Weitblick im Weinbau.

Sein Herz schlägt für das Handwerk: Landwirt Stephan Hiden trifft dieser Tage letzte Vorbereitungen für die heurige Weinernte – Kisten reinigen, Erntemaschinen schmieren und das nötige Werkzeug warten. „Die Vielfalt macht den Beruf für mich interessant. Ein Winzer darf alles. Vom Hackeln im Weingarten bis zum Marketing und Verkauf. Viel Praxis und noch mehr Theorie“, schmunzelt der Jungbauer aus St. Stefan ob Stainz. Nach insgesamt neun Monaten auf Weinbaubetrieben in Neuseeland und Südafrika hat er nun pünktlich zum 200-jährigen Hofjubiläum einen neuen Weinkeller errichtet – massive Eichenfässer und Edelstahltanks inklusive. „Vom Wein aus der Weststeiermark wird man noch sehr viel hören. Wir haben die besten Boden- und Witterungsverhältnisse. Die Zukunft der Weinbauern hat erst eben begonnen, warum also nicht investieren?“, so der Absolvent der Fachschule Silberberg.

Winzer von Welt

Bei einem Glas Wein philosophiert der ausgebildete Weinbau- und Kellermeister übrigens sehr gerne über das aktuelle Weltgeschehen und darüber wie sich die aktuelle Corona-Krise auf den Weinkonsum ausgewirkt hat. „In den ersten Wochen ist bei uns alles stillgestanden. Wir hatten damals die Zeit genutzt, um uns neue Pläne für die Vermarktung zu schmieden. Heute aber wissen wir, dass die Weinbranche langfristig davon profitieren wird. Guter Wein wird auch online bestellt“, so der Winzer. Er selbst aber verkauft mehr als 80 Prozent seiner Weiß-, Rot- und Schilcherweine in der hofeigenen Buschenschank. „Jeder Weinbauer möchte so viele Gaumen wie nur möglich erreichen. Weltweit und individuell. Dabei darf man in der Produktion aber nie auf seine Wurzeln vergessen und sollte versuchen, Tradition und Handschrift des Betriebes, die von den Vorfahren geprägt wurde, zu bewahren. Das kann zu einem Spagat werden, macht die Sache aber spannend“, erklärt der Jungwinzer.

Mittlerweile in der fünften Generation angekommen, wurde die Familie bereits bundes- und landesweit mehrfach für ihre Produkte ausgezeichnet. „Erfolg ist harte Arbeit und etwas Langfristiges. Dafür sollte man aber der Generation zuvor danken. Kein Weinstock oder Obstbaum trägt sofort Früchte. Das Lob gebührt meinen Eltern und Großeltern“, so der Landwirt und hebt dabei sein Glas weststeirischen Schilcher. Was sonst…?

Zur Person

  • Stephan Hiden
  • vulgo Höllerhansl
  • Hochgrail 66
  • 8511 St. Stefan / Stainz
  • Winzer, Weinbauer
  • 03463/81817
  • weingut-hiden.at

 

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9 Kommentare

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Barbara Feil 3. Dezember 2020 - 13:43

Hübsch

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Sabrina Schweinzer 3. Dezember 2020 - 13:43

Guter Wein

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Claudia Dunst-Mösenlechner 3. Dezember 2020 - 16:17

Stimme für Stephan Hiden

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Gerlinde Gödl 3. Dezember 2020 - 17:41

Guter Wein meine Stimme hat er

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Wolfgang Rumpf 3. Dezember 2020 - 18:40

Meine Stimme hat der Stephan 👍👍👍

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Marina Fuchs 3. Dezember 2020 - 19:44

👌

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Karin Gölles 3. Dezember 2020 - 22:27

Sehr guter Wein, meine Stimme hat der Stephan

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Silvia Klöckl 3. Dezember 2020 - 22:30

Tolle Sache wie du das machst!!

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Carmen Vollmann 4. Dezember 2020 - 6:11

Hinter einem guten Wein steckt viel Arbeit und Wissen, das man sich erst aneignen muss!

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