Super Stimmung beim Almlammfest

Mehr als 4000 Steirerinnen und Steirer waren begeistert als heute gegen Mittag die einzige Schäferin Svenia Paul mit rund 700 Schafen und Lämmern ins Festgelände einzog.

Das war eine Attraktion. Unter dem Geläute ihrer umgehängten Glöckchen und kräftigen Määähhhhs führte die Schäferin Svenia Paul mit ihrem Hütehund Gypsy rund 700 Schafe und Lämmer vom Hauser Kaibling talwärts ins Zielstadion, dort wo normalerweise die Schifahrer ihren Einkehrschwung machen. Die mehr als 4.000 Gäste, darunter viele Sommer-Touristen, waren begeistert.

Hans Stabauer verriet Geheimnisse der Lammfleischküche und weitere kulinarische Höhepunkte. Profi-Griller Hans Stabauer verriet den Festgästen Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Lammfleischküche. Stabauer: „Lammfleisch ist ein naturbelassenes, köstliches Lebensmittel.“ Das Almlammfest bot auch weitere kulinarische Höhepunkte. Die Bäuerinnen servierten Köstlichkeiten vom „Ennstaler Almlamm“ in allen Variationen. Besonders begehrt bei den Gästen waren das Ennstaler Almlammbratl, der Almlamm-Genuss-Teller sowie die gebratenen Lammwürstel. Und bei den süßen Köstlichkeiten fanden die typischen „Ennstaler Steirerkrapfen“ besonderen Anklang.

Präsident Franz Titschenbacher: Auf heimisches Lammfleisch kann man vertrauen. Präsident Franz Titschenbacher hob hervor, dass die 3.400 steirischen Schafbauern mit ihren 84.000 Schafen und Lämmern hervorragende Arbeit als Landschaftspfleger leisten.  „Erfreulicherweise bekommen regionale Spezialitäten, wie beispielsweise das Ennstaler Almlamm, in den Haushalten der Steirerinnen und Steirer sowie in der heimischen Gastronomie und Hotellerie einen immer größeren Platz“, freut sich Landwirtschaftskammerpräsident Franz Titschenbacher und er appellierte bei Lebensmitteln auf die heimische Herkunft zu achten. Denn: „Auf heimische Spezialitäten, wie dem Ennstaler Almlamm, kann man 100-prozentig Vertrauen – die Herkunft ist garantiert nachvollziehbar. Und die Qualität am Teller ist vorzüglich“.

Schafe beweiden den Hauser Kaibling. Das Almlammfest findet anlässlich des Ennstaler Almlämmerprojektes statt, bei welchem mehr als 20 Schafbauern der Region rund 700 Schafe während des Sommers auf dem Hauser Kaibling weiden und von Schäferin Svenia Paul mit ihrem Hütehund betreut werden. „Wir wollen damit aufzeigen, wie wichtig eine gezielte Beweidung unserer Almflächen ist, welche zunehmend zuzuwachsen drohen und mit Schafen sehr gut zu bewirtschaften sind“, so Walter Schmiedhofer. „Durch die Beweidung mit Schafen konnten die in der Vergangenheit neu angelegten Pistenflächen gut anwachsen und Erosion weitgehend verhindert werden“, so Hauser Kaibling Geschäftsführer Arthur Moser.

Die Schafherde wird insgesamt mehr als eine Million Kilo wertvolles Gras, schmackhafte Almkräuter und Blätter von Sträuchern fressen. Damit leistet die Herde einen wesentlichen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaft. „Wir ersparen uns rund 50 Prozent der Pflegekosten im Sommer, es muss wesentlich seltener mit schweren Maschinen und Geräten gearbeitet werden – sogar weniger Dünger wird benötigt“, schildert Arthur Moser, Geschäftsführer der Hauser Kaibling Seilbahn die Vorteile der Beweidung durch Schafe.

 

Foto und Bericht: LK-Steiermark

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