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Steirischer Christbaum: Regional ist genial

von Karlheinz Lind

Rund 400.000 steirische Christbäume finden bis Weihnachten den Weg in die heimischen Haushalte. Die Herkunft vom Christbaum gewinnt stark an Bedeutung.

Nun ist es endlich so weit: die steirischen Christbaum-Bauern starten in die heurige Verkaufssaison. Bereits seit Anfang Oktober herrscht daher emsiges Treiben auf den Höfen. „Zu Beginn sind wir damit beschäftigt, Tannenreisig für unsere Kunden zu schneiden. Gerade zu Allerheiligen sind diese sehr begehrt“, weiß Martina Lienhart zu berichten. Sie ist selbst engagierte Christbaum-Produzentin und steht dem Verband der steirischen Christbaumbauern als Obfrau vor.

Im Einsatz

Seit Mitte November werden die Christbäume für den Verkauf vorbereitet. Heuer rüstet man sich auf eine besondere Zeit im Verkauf. Lienhart: „Unsere Bauern sind bestens gerüstet. Durch unsere großzügigen Verkaufsstellen ab Hof oder an öffentlichen Stellen im Freien kann der gesetzlich geforderte Mindestabstand leicht eingehalten werden“. Natürlich gibt es überall Desinfektionsmittel und der Mund-Nasenschutz wird getragen.

Neue Trends

Über eine interessante Entwicklung freut sich Martina Lienhart besonders: „Viele Kunden kommen in unsere Kulturen – wir nennen sie liebevoll Christbaumwald –, um ihren Weihnachtsbaum direkt vor Ort auszusuchen. Dies ist ein Erlebnis für die ganze Familie!“.

 

Und immer öfter werden auch gleich mehrere Christbäume gekauft. Lienhart: „Ein treuer Kunde hat heuer statt einem

Obfrau Martina Lienhart

Martina Lienhart ist selbst Christbaum-Bäuerin und Obfrau vom Verband Steirische Christbaumbauern. Foto: Steirische Christbaumbauern

gleich fünf Bäume bestellt. Er und seine Familie befindet sich im Homeoffice beziehungsweise Homeschooling und deshalb möchte er sein Eigenheim besonders weihnachtlich dekorieren“. Auch viele Firmen erkennen diesen Trend und schenken ihren Mitarbeitern zu Weihnachten einen Gutschein für einen Christbaum. Das Wichtigste dabei, es muss ein Steirischer sein. Das bestätigt auch Landesrat Hans Seitinger: „Die Leute legen nicht nur beim Essen Wert auf Regionalität. Die Corona-Krise hat uns nicht nur bei den Lebensmitteln bewusst gemacht, wie bedeutend die regionale Versorgung ist. Man spürt das auch beim Christbaumkauf, wo es den Leuten wichtig ist, einen Baum aus der Steiermark bei sich daheim zu haben“.

Der offizielle Verkaufsstart erfolgt am Land auf öffentlichen Plätzen am 8. Dezember, in der Stadt Graz am 14. Dezember.

 

In Corona-Zeiten

  • Bäuerliche Direktvermarkter dürfen ihre Christbäume wie gewohnt ab Hof und auf Ständen verkaufen.
  • Das Betreten von Verkaufsstellen wie Ab-Hof-Verkauf, Bauernladen, Selbstbedienungseinrichtungen, Märkte und dergleichen, die der bäuerlichen Direktvermarktung dienen, ist gemäß COVID-19-Notmaßnahmenverordnung zulässig und vom Betretungsverbot ausgenommen.

 

Beitragsfoto: Verband Steirische Christbaumbauern

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