Grippewelle im Land

von NEUES LAND

Banale Infekte und die echte Virusgrippe, die beide hochansteckend sind, machen derzeit Steirerinnen und Steirern zu schaffen.

Viele Steirer müssen derzeit aufgrund der Grippewelle das Bett hüten: In der vergangenen Woche waren es bereits 13.512 Fälle von Grippe und grippalen Infekten, die die Grippestatistik der Österreichischen Gesundheitskasse für alle Erwerbstätigen und Arbeitslosen aufweist. Es ist ein sprunghafter Anstieg, wenn man sich die Zahlen der Woche davor mit insgesamt 9.042 Fällen ansieht.

Dabei gilt es, die echte Grippe von einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Halskratzen, Schnupfen und Fieber zumeist bis maximal 38,5 Grad Celsius sind als Erkältung einzustufen, Auslöser dafür sind Rhinoviren, Adenoviren oder Parainfluenza-Viren, während die echte Grippe von Influenza-Viren verursacht wird.

Grippewelle

„Die echte Virusgrippe oder Influenza beginnt unvermittelt mit Kopf- und Gliederschmerzen, hohem Fieber und heftigem trockenen Reizhusten. Der Schnupfen steht eher im Hintergrund“, sagt Gerhard Kobinger, Präsident der Steirischen Apothekerkammer. Eine echte Grippe erfordert Bettruhe und viel Schlaf, derzeit sind 736 Steirerinnen und Steirer davon betroffen. Der Höhepunkt der Grippewelle soll allerdings noch nicht erreicht sein.

Der Krankheitsverlauf ist teils schwer. Im Gegensatz zu einem grippalen Infekt kann es dabei zu Komplikationen im Bereich Herz-Kreislauf, Nieren und anderen Organen kommen, daher ist bei einer Erkrankung Schonung auch besonders bedeutsam. Die einzelnen Symptome sollten gezielt behandelt werden. Ein abschwellendes Nasenspray schafft Linderung bei Schnupfen. Antiseptische, schmerzstillende Lutschtabletten, Rachensprays oder Gurgeln mit warmem Salbeitee unterstützen gegen Halsweh. Gegen Husten hilft eine Teemischung aus Thymian, Süßholz, Eibisch, Malvenblüte und Königskerze. Efeuextrakt wirkt entkrampfend auf die Bronchien und löst zähen Schleim.

Die Erkrankungen sind hochansteckend. Um sich bestmöglich gegen Viren zu wehren, wird im Alltag häufiges und gründliches Händewaschen samt Desinfizieren empfohlen. Geniest und gehustet werden sollte nicht in die Handfläche, weil die Viren dann dort verteilt werden, sondern in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge. Menschenansammlungen sollte man nach Möglichkeit meiden, lieber Abstand halten und auf Begrüßungsküsschen verzichten.

Beitragsbild: JenkoAtaman-stock.adobe.com

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